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  • TERESF
    registriert am 08.11.2017

Browns vs. Steelers - Die Rivalität

Dieser zweite Spieltag ist gefüllt mit Spielen, die die Herzen der entsprechenden Fans noch schneller wie sonst schlagen lassen. Die „Rivalries Games“. Da gibt es Pats gegen Jets, bzw. in dem Fall Bill Belichik gegen Eric Mangini. Es gibt Chargers gegen die Broncos, und es gibt Eagles gegen Cowboys. Aber vor allem gibt es: Cleveland gegen Pittsburgh.

Diese Rivalität wurde schon die großartigste im Football genannt, gar die größte im ganzen professionellen Sport in den USA. Wenn die Browns und Steelers aufeinander treffen, weiß man, egal wie das Spiel ausgehen wird, es wird hässlich, blutig, es gibt Smash-Mouth-Football. Viele Fans sagen, Football so wie ihn Gott haben wollte.

Doch wieso ist das so? Wieso werden in Cleveland Autos, die einen Steelers Aufkleber, aber auch ein Ohio-Nummerschild haben, mit Steinen beworfen? Wieso würde ein Steelers Fan, wenn er ein Browns Trikot sieht, diesen am liebsten gleich in einen der drei Flüsse werfen? Was sorgt für diesen tiefen Hass, den man sogar außerhalb der USA erlebt, wenn Steelers und Browns Fans aufeinander treffen?

Da gibt es nur eine Antwort: die Geschichte. Diese Rivalität und die Erzählungen darüber gehen mehr als 50 Jahre zurück. Selbst in der Familie, in der ich meine Aufenthalte in den USA hatte, gab es kein Familienessen, bei dem nicht mindestens einmal ein Satz anfing: „Nun, als die Steelers damals gegen die Browns spielten….“ Von diesen Geschichten gibt es endlos viele und genauso viele Erinnerungen bei den Fans beider Seiten.

Jeder dieser Fans erinnert sich wie Browns-Spieler Turkey Jones Terry Bradshaw mit einem Body Slam zu Boden warf, dass man Angst um des Leben von Bradshaw haben musste.

In der Geschichte der Browns lebt dieser Moment als einer der schmutzigsten, doch auch wundervollsten Erinnerungen aus den 70er Jahren. Der Steel Curtain von damals, geschaffen von Coach Chuck Noll (selbst ehemaliger Browns-Spieler) war so dominant, dass auch die Browns keine Antwort wussten.

Doch die 20 Jahre zuvor gehörten eindeutig den Browns. Ja von den ersten 40 Begegnungen gewannen die Browns sage und schreibe 31. In den 50er und 60er Jahre hatten die Steelers keine Chance. Auch in den 80er Jahren ging es den Browns besser. Ein zurückgekehrter Sohn beschwerte den Browns ein paar Divisions-Titel und drei Auftritte in einem Championship-Spiel.

Und als Bonbon brachten Bernie Kosar und seine Gang den Steelers die schlimmste Heimniederlage ihrer so langen Geschichte bei.

Es war ein wundervoller Tag in Pittsburgh, erster Spieltag im Three Rivers Stadion 1989. Und wie bei jedem Aufeinandertreffen der Browns und Steelers, dachte man, das gibt wieder eine Schlacht. Stattdessen zauberten die Browns 51 Punkte auf die Anzeigetafel und fügten dem nicht mehr so eisernen Vorhang der Steelers den erst fünften Shutout in der Geschichte dieser Rivalität zu. 51 – 0. WOW.

Aber damit haben die Browns auch vielleicht einen schlafenden Riesen geweckt. Denn danach übernahm Bill Cowher (ein Pittsburgher, der für die Browns spielte) das Kommando. Er führte die Steelers zu unzähligen Divisionstiteln und letztendlich auch zu einem Superbowl-Sieg.

Cowher und die Steelers waren es auch, die das erste Spiel bei den „neuen“ Browns hatten, das Eröffnungspiel des Expansions Teams im neuen Stadion. Pittsburgh hieß die Browns herzlich willkommen in der Liga und kamen recht trocken zu einem 43-0 Sieg in Cleveland.

Doch die Rivalität war spätestens an dem Tag wieder geboren, als ein paar Wochen später die Browns nach Pittsburgh kamen und einen Sieg aus der Stadt entführten, und das mit einem Field Goal in letzter Sekunde. Die Browns Fans fühlten sich wieder wie früher, bevor Art Modell das Team nach Baltimore brachte.

Zur Zeit sieht es bei der Rivalität so aus, dass die Steelers die letzen neun Begegnungen gewonnen haben. Selbst 2007, als die Browns das beste Saisonergebnis seit ihrer Wiedergeburt erzielten, wurden beide Spiele von den Steelers gewonnen.

Man kann das ganze nur als Hass-Liebe bezeichnen. Man liebt es sich zu hassen. Und manchmal hasst man sich so arg, dass man sich auch liebt. Ein Beispiel:

Es war ein Monday-Night-Spiel im Jahr 1995. Wieder ein hart umkämpftes Spiel in Pittsburgh, das am Ende ein Ergebnis von 20-17 hatte. Doch was am meisten in Erinnerung blieb, war, dass Steelers-Fans orangene Armbänder trugen. Als die Kamera durch die Tribünen des Three Rivers Stadion umherschwenkte, sah man nicht die üblichen Spruchbänder, die die Browns oder einen Spieler beleidigten. Es waren Schilder wie “We’ll miss you Cleveland”, “Modell Sucks“ oder “No Rivals, No Rivalry”. Aber an einer Stelle blieb die Kamera ein wenig länger. Ein kleines Mädchen saß neben ihrem Vater und hielt Stolz ein Schild hoch: “Not even Cleveland deserve this!!!” Es sollte für eine Weile das letzte Spiel zwischen den Steelers und den Browns sein, und man wurde sich bewusst, wie sehr man den Anderen hasste, doch auch, wie sehr man es diese Rivalität vermissen.

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Spaß beim Spiel Browns vs. Steelers am Sonntag!

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