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Die Anfangsjahre 1898 – 1920 Racine Cardinals

Die älteste noch aktive Football Franchise der NFL, hatte ihre Wurzeln in Chicago. Der Morgan Athletic Club, später umbenannt in Racine Normals, wurde 1898 von Chris O'Brien gegründet und war im Normal Park an der Racine Avenue beheimatet. 1901 kaufte O'Brien von der Chicagoer Universität gebrauchte karminrote Trikots für seinen Amateurverein. Mit den Jahren waren die Farben der Jerseys allerdings etwas ausgewaschen, was O'Brien zu der Aussage veranlasste, “das ist kein Weinrot (maroon), sondern Purpurrot (cardinal red)”. Der heutige Spitzname des Teams war damit geboren. Einen wirklichen Spielbetrieb konnten die Racine Cardinals jedoch bis 1920 nie aufrechterhalten. Es fehlte an Gegnern und Spielern. Zudem machten äußere Ereignisse, wie der Erste Weltkrieg, oder Epidemien, dem Team immer wieder einen Strich durch die Rechnung.

1920 -1929 Chicago Cardinals


Die Cardinals spielten ab 1920 in der American Professional Football Association (welche 1922 in NFL umbenannt wurde) und erreichten in der ersten Saison eine Bilanz von sechs Siegen. In der Folgezeit änderten sich nicht nur Team- und Liganamen, auch verabschiedeten sich viele Teams und es kamen neue hinzu. So wählten die Racine Cardinals eine generalistischer geprägte Bezeichnung für das Team und aus den Racine Cardinals wurden schließlich die Chicago Cardinals. Der Gewinn des NFL Championships 1925 war höchst kontrovers: Zu dieser Zeit gab es keine Playoff-Regelung, sodass die Mannschaft mit der besten Bilanz zum Meister gekürt wurde. Zudem konnten die Teams eigenständig noch nach der regulären Saison Spiele veranstalten, um mehr Geld zu verdienen. Im angesprochenen Fall von 1925 wurde die reguläre Saison am 6. Dezember abgeschlossen und die Pottsville Maroons besiegten die Chicago Cardinals an diesem Tag mit 21:7, was den Maroons die beste Saisonbilanz und eigentlich den Titel einbrachte. Daraufhin organisierten die Cardinals schnell zwei Spiele gegen schwache Mannschaften, welche sie problemlos gewinnen konnten. Zu allem Übel wurden die Pottsville Maroons auch noch von der NFL suspendiert, nachdem sie ein Spiel gegen eine Auswahl von Notre Dame, widerrechtlich abgehalten hatten. Dies wurde vor allem durch die Frankford Yellowjackets – damals erbitterte Rivalen der Maroons – forciert, die eigentlich gegen Notre Dame spielen wollten und bei der NFL Protest einlegten. NFL Präsident Joseph Carr drohte den Maroons daraufhin schriftlich mit einer Supsension im Falle eines Spiels gegen Notre Dame, worauf sich die Maroons aber auf einen Telefonanruf, der ihnen dieses Spiel erlaubte, beriefen. Das Spiel wurde 9:7 gewonnen, doch im nachhinein – wie die gesamte Saison der Maroons – annuliert. Die Chicago Cardinals wurden daraufhin zum NFL Champion erklärt. 1929 verkaufte O'Brien das Team an Dr. David Jones, der es drei Jahre später an Charles Bidwell weiterverkaufte.

1930 - 1959

Dieser Titelgewinn von 1925 sollte den einzigen großen Erfolg der Cardinals bis in die späten 40er Jahre darstellen. Ab dem Jahr 1933 spielten die Cards in der Western Conference der National Football League. Nach einem – durch den Zweiten Weltkrieg erforderlichen - kurzzeitigen Zusammenschluss mit den Pittsburgh Steelers 1944, feierten die Cardinals 1947 ihre zweite Meisterschaft nach dem Sieg gegen die Philadelphia Eagles (28:21). Das „Million-Dollar-Backfield“ um Quarterback Paul Christman, Halfback Charley Trippi, Halfback Elmer Angsman und Fullback Pat Harder, erzielte in diesem Spiel 282 Rushing Yards. Bis zum heutigen Datum war dies der einzige Heimspiel-Playoff-Erfolg der Franchise. Bidwell erlebte diesen Sieg allerdings nicht mehr, da er kurz davor verstarb. Die Geschäfte übertrug er seiner Frau Violet. Ein Jahr später revanchierten sich die Eagles und besiegten die Cardinals im Endspiel mit 7:0. Violet Bidwill heiratete im nächsten Jahr den Geschäftsmann Walter Wolfner aus St.Louis, was auch den späteren Umzug nach Missouri zur Folge hatte. Sportlich waren die Fünfziger eine Katastrophe, sodass die Cardinals gerade mal 33 Siege in der gesamten Dekade einfahren konnten. Dies führte natürlich dazu, dass den Cardinals in der Öffentlichkeit kaum Aufmerksamkeit entgegengebracht wurde. Der Status sank, die Ränge blieben leer und auch die Einnahmen wurden weniger.

1960 – 1987 St. Louis Cardinals

Alle diese Faktoren veranlasste die Bidwell-Familie einen Antrag an die NFL zu stellen, das Team nach St.Louis zu bringen. Der Umzug sollte nicht nur einen Neuanfang darstellen, sondern auch eine geplante Ansiedlung eines AFL-Teams in St.Louis vermeiden. Der Spitzname „Cardinals“ wurde trotz des schon ansässigen Baseball Teams mit dem gleichen Namen, beibehalten. Mit Spielern wie Larry Wilson, Charley Johnson, Jim Bakken, Sonny Randle und Jim Hart, waren die St.Louis Cardinals in den Sechzigern immer vorne mit dabei. Der erste Playoff-Einzug konnte jedoch erst Mitte der Siebziger Jahre gefeiert werden. 1962 verstarb Violet Bidwell und übertrug die Eigentümerrechte an ihre beiden Söhne Bill und Charles Jr. Bill Bidwell regierte dann ab 1972 alleine das Unternehmen. Für die Franchise war die Playoff-Niederlage gegen die Vikings 1974, das erste Postseason Spiel seit der Endspielniederlage gegen Philly 1948. In diesem Jahr gewannen die Cardinals die NFC East mit zehn Siegen in der regulären Saison. Ein Jahr später erreichten sie sogar elf Siege und wiederholten den Divisionstitelgewinn. Im darauf folgenden Playoff Spiel gegen die Rams verlor St.Louis allerdings 35:23. Danach rutschten die Cardinals ins Mittelfeld einer starken Division mit Washington, Dallas, Philadelphia und den New York Giants ab. Erst in der vom Spielerstreik geprägten 82er Saison qualifizierten sich die Cards erneut für die KO-Runde, mussten sich aber mehr als klar den Green Bay Packers geschlagen geben (41:16). Nachdem Bill Bidwell von der Stadt St.Louis keine Genehmigung für einen Stadionneubau erhielt, zog er nach 28 erfolglosen Jahren schließlich nach Arizona um.

1988 – 1993 Phoenix Cardinals

Der Umzug nach Phoenix brachte nicht wirklich den erwarteten Erfolg mit sich. Das Team hielt seine Heimspiele im Sun Devil Stadium der Arizona State University Sun Devils ab. Die besten Platzierungen in sechs Jahren waren drei vierte Plätze und die Sieg-Niederlagen-Bilanz war stets negativ.

1994 – heute Arizona Cardinals

Auch nach dem Namenswechsel 1994 – bis zu dieser Zeit war das für das Team schon fast zur Routine geworden – in Arizona Cardinals, blieb die Franchise die graue Maus der Liga. Nur eine Playoff-Teilnahme verbuchten die Cardinals seit 1994. Bidwells Ziel mit der Namensänderung eine in Arizona landesweite Fangemeinschaft aufzubauen misslang. Der größte Erfolg seit 51 Jahren stellte sich schließlich in der Saison 1998 ein. In diesem Jahr belegten die Cards mit neun Siegen bei sieben Niederlagen den zweiten Platz in der NFC East und konnten schließlich auch das erste Postseasonspiel gewinnen (20:7 in Dallas). Gegen die Mannschaft der Neunziger aus Dallas war Arizona krasser Außenseiter. Quarterback Jake Plummer passte für 213 Yards und zwei Touchdowns und führte sein Team zu einem 20:0 Vorsprung, der im Spiel von den Cowboys niemals wieder eingeholt wurde. Dieses Ergebnis bedeutete den ersten Sieg der Franchise in einem Postseason Spiel seit 1947. Anstatt das Momentum mit in die kommenden Spielzeiten zu nehmen, fielen die Arizona Cardinals in den Folgejahren wieder in bewährte Muster zurück und erkämpften sich die einzige nicht negative Bilanz im letzten Jahr, bei acht Siegen und acht Niederlagen. Safety Pat Tillman, der 1998 von den Cardinals gedraftet wurde, stieg zum amerikanischen Helden auf, als er als einer der besten Defensive Backs der Liga 2002 seinen Vertrag mit dem Team kündigte, um für das 75th Ranger Regiment der amerikanischen Armee in Afghanistan zu kämpfen. Zwei Jahre später starb er dort durch Friendly Fire.

Namen, Stadien, Erfolge, Awards

Team-Namen:
Morgan Athletic Club (1898)
Racine Normals (1899-1900)
Racine Cardinals (1901-1906 und 1913-1919)
Chicago Cardinals (1920-1943)
Card-Pitt (1944)
Chicago Cardinals (1945-1959)
St. Louis Cardinals (1960-1987)
Phoenix Cardinals (1988-1993)
Arizona Cardinals (seit 1994)

Stadien:
Normal Park (1920-1921), (1926-1928)
Comiskey Park (1922-1925), (1929-1959)
Busch Stadium (1960-1965)
Busch Memorial Stadium (1966-1987)
Sun Devil Stadium (1988-2005)
University of Phoenix Stadium (seit 2006)

Head Coaches:
Paddy Driscoll 1920–1922 (17-8-4)
Arnie Horween 1923–1924 (13-8-1)
Norman Barry 1925–1926 (16-10-2)
Guy Chamberlin 1927 (3-7-1)
Fred Gillies 1928 (1-5-0)
Dewey Scanlon 1929 (6-6-1)
Ernie Nevers 1930–1931 (10-9-2)
Roy Andrews 1931 (0-1-0)
Jack Chevigny 1932 (2-6-2)
Paul Schissler 1933–1934 (6-15-1)
Milan Creighton 1935–1938 (16-26-4)
Ernie Nevers 1939 (1-10-0)
Jimmy Conzelman 1940–1942 (8-22-3)
Phil Handler 1943–1945 (1-29-0)
Jimmy Conzelman 1946–1948 (26-9-0)
Buddy Parker 1949 (6-5-1)
Curly Lambeau 1950–1951 (7-15-0)
Cecil Isbell 1951 (1-1-0)
Joe Kuharich 1952 (4-8-0)
Joe Stydahar 1953–1954 (3-20-1)
Ray Richards 1955–1957 (14-21-1)
Pop Ivy 1958–1961 (15-31-2)
Ray Willsey, Ray Prochaska und Chuck Drulis 1961 (2-0-0)
Wally Lemm 1962–1965 (27-26-3)
Charley Winner 1966–1970 (35-30-5)
Bob Hollway 1971–1972 (8-18-2)
Don Coryell 1973–1977 (42-27-1)
Bud Wilkinson 1978–1979 (9-20-0)
Larry Wilson 1979 (2-1-0)
Jim Hanifan 1980–1985 (39-49-1)
Gene Stallings 1986–1989 (23-34-1)
Hank Kuhlmann 1989 (0-5-0)
Joe Bugel 1990–1993 (20-44-0)
Buddy Ryan 1994–1995 (12-20-0)
Vince Tobin 1996–2000 (28-43-0)
Dave McGinnis 2000–2003 (17-40-0)
Dennis Green 2004–2006 (16-32-0)
Ken Whisenhunt seit 2007 (17-15-0)

Erfolge:
League Championships (2)
NFL Championships (2): 1925, 1947
NFC Championships (1): 2008
Division Championships (5)
NFL West: 1947, 1948
NFC East: 1974, 1975
NFC West: 2008

Retired Numbers:
8 Larry Wilson (St. Louis)
40 Pat Tillman (Arizona)
77 Stan Mauldin (Chicago)
88 J. V. Cain (St. Louis)
99 Marshall Goldberg (Chicago)

Awards:

Rookie of the Year:
1979 Ottis Anderson, St.Louis Cardinals, RB
2003 Anquan Boldin, Arizona Cardinals, WR

Coach of the Year:
1974 Don Coryell, St.Louis Cardinals

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