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  • TERESF
    registriert am 08.11.2017

Fact or Fiction? #1

Heute startet NFL-Insider.de ein brandneues Feature mit Fact or Fiction? In der NFL-Kolumne stellen sich monatlich mehrere Redakteure Aussagen von brennender Aktualität und Brisanz.

In der Debüt-Ausgabe dreht sich vieles um die Ereignisse des ersten Spieltages. Kommen die Patriots ohne Brady in die Playoffs? Haben die Packers mit Rodgers die richtige Entscheidung getroffen? Beheimatet die NFC bessere Teams als die AFC in diesem Jahr? Läuft Michael Turner diese Saison für mehr Yards als LT? Alles das und noch viel mehr beantworten euch Redakteure von NFLI.de in dieser Ausgabe.

Herzlich willkommen zur ersten Ausgabe von Fact or Fiction? Eine kontroverse Behauptung wird in den Raum gestellt, und anschließend begründet der jeweilige Redakteur, ob diese Behauptung für ihn Fact (wahr) oder Fiction (falsch) ist. In dieser Woche sind Manuel Altmann, Marcus Blumberg und Björn Vogt meine Gäste. 

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen der Kolumne!


1. Fact or Fiction: Die New England Patriots werden nach der Verletzung von Tom Brady nicht die Playoffs erreichen.


Manuel: Fiction. Der Verlust von Brady wird die Patriots schwer treffen, dennoch ist New England ein unglaublich talentiertes Team: Ihre Wide Reveiver, Running Backs und die Lines gehören zu den Besten der Liga. Ihr Quarterback ist eine völlige Unbekannte, und das kann ein Vorteil sein, in den nächsten Wochen werden sich ihre Gegner schwer tun die Verteidigungen auf ihn einzustellen. Die von manchen Fans sehnlich erwünschte Perfektion erreichen sie natürlich nicht, doch auch wenn Belichick ohne Brady weit unter 0.500 ist und sie sich gegen die Bills und Jets schwer tun werden, in die Playoffs kommen sie dennoch. Vielleicht als Wild Card, vielleicht als Division-Meister, aber abschreiben sollte man sie auf keine Fälle. Wie sich das Team auf die neue Herausforderung einstellt, werden wir am Sonntag erfahren.

Marcus: Fiction. Für die Patriots ist der Verlust Bradys ein herber Schlag ins Kontor, denn er ist der Schlüssel zu ihrer Offense. Doch nun ist er weg und die Patriots müssen zwangsläufig ihren Stil ändern. D. h. mehr laufen – sie haben vier starke Running Backs – und dominante Defense muss im Vordergrund stehen. Und dann sollte man auch mit Matt Cassel in der Lage sein, zumindest die Playoffs zu erreichen. Doch weit wird man da ohne Brady nicht kommen.

Björn: Fact. Der Starting-Quarterback ist verletzt. Ein Noname tritt in den Mittelpunkt. Eine Situation, die in New England sehr vertraut ist. Denn genau so wurde Tom Bray zum Star. Jedoch muss man sich vor Augen führen, dass Geschichte nicht täglich geschrieben wird. Genauso sehe ich es dieses Jahr mit den Patriots. Moss lässt Quarterbacks zwar besser aussehen, als sie sind, aber ein Passer ohne nennenswerte Erfahrung bleibt ein Passer ohne nennenswerte Erfahrung. Die Playoffs sind vielleicht drin, aber das war es auch. Die Offense wird mit Maroney nun primär auf das Laufspiel setzen. Allerdings bleibt da noch die Legende, dass Super Bowl Verlierer im Folgejahr nicht annähernd an die vorige Saison anknüpfen können. Sie scheint sich erneut zu bestätigen.



2. Fact or Fiction: Die Green Bay Packers haben die richtige Entscheidung getroffen, Brett Favre abzugeben und Aaron Rodgers starten zu lassen.


Manuel: Fact. Auf jeden Fall, Favre ist ein oder zwei Jahre von seinem körperlichem und eventuell emotionalem Ende entfernt, wenn überhaupt. Rodgers ist ein gute Quarterback, daran sollte spätestens nach letztem Spiel niemand mehr zweifeln. Selbst wenn Favre den Packers noch ein gutes Jahr gegeben hätte, Rodgers noch warten zu lassen wäre vielleicht ein Jahr zu lang gewesen. Er ist die Zukunft der Packers, irgendwann musste das Team diese Entscheidung treffen. Die nächsten paar Jahre mit Rodgers sind auf jeden Fall vielversprechend, vielleicht gewinnen sie dieses Jahr nicht den Super Bowl, aber das Team wird ein konstanter Playoff-Kandidat sein.

Marcus: Fact. Ich gründe meine Antwort aber nicht auf den Auftakt gegen Minnesota, denn ein Spiel allein wird nicht ausreichen, um alle Kritiker zu überzeugen. Aber letzten Endes hätte man irgendwann sowieso auf Rodgers setzen müssen. Jetzt ist seine Chance. Mal sehen, ob er sie nutzt. Sicherlich wären die Chancen auf den Super-Bowl-Sieg mit Favre jetzt größer gewesen. Aber dadurch, dass man Rodgers jetzt starten lässt, wird der sich schneller entwickeln als wenn er auf der Bank geblieben wäre. Ich denke, dass nun die Zukunft näher gerückt ist und die Packers dafür gut gerüstet sind.

Björn: Fact. Favre wird nicht jünger, das muss man sich immer vor Augen halten. Er wird älter. Diese Saison könnte durchaus seine letzte sein. Aaron Rodgers hingegen saß viele Jahre auf der Ersatzbank und hat viel trainiert um eines Tages der neue Franchise-Quarterback zu werden. In Green Bay herrscht Tradition, die Karten sind über Generationen hinweg ausverkauft. Rodgers sah gegen Minnesota sehr gut aus. Es war eindeutig die beste Entscheidung.



3. Fact or Fiction: Die NFC East ist mit Abstand die härteste Division in der NFL.


Manuel: Fiction. Nach Woche eins, ja. Es ist aber noch zu früh, um zu sagen, dass die NFC East zur härtesten Division geworden ist. Die Cowboys gewannen gegen Cleveland, denen ich diese Saison nicht viel zutraue, Philadelphia besiegte die Rams, wohl eins der schlechtesten Teams der Liga. Dallas und New York könnten zwei der besten NFC-Teams sein, aber weder die Eagles noch die Redskins haben mich von der NFC East überzeugen können. Als gleich gut würde ich auf jeden Fall die AFC South einschätzen: Die Colts haben zwar geschwächelt, doch das wird sich bald geben, auch die Jaguars werden sich wieder fangen. Und sollten die Titans ihr Quarterback-Problem bald lösen, sind in dieser Division drei Playoff-Kandidaten möglich, wobei ihnen hier wohl doch der schwere Spielplan einen Strich durch die Rechnung machen wird.

Marcus: Fact. Ohne Zweifel! Drei der vier Teams der Division erreichten im letzten Jahr die Playoffs, und es würde mich nicht wundern, wenn das in diesem Jahr wieder der Fall wäre! Die Giants sind der Titelverteidiger und werden weiterhin schwer zu schlagen sein. Die Cowboys haben wohl das beste Team der Conference und die Philadelphia Eagles muss man immer als Mitfavoriten sehen, wenn Donovan McNabb fit ist. Die Redskins werden auch wieder stark aufspielen, wenn ich sie auch klar hinter den eben genannten Teams sehe. Aber keine Division hat so ein hohes Gesamtniveau wie die NFC East!

Björn: Fact. Die NFC East ist mit Dallas, New York und Philly sehr stark. Die AFC South hatte bis vor kurzem noch diesen Ruf inne. Indianapolis Colts, Jacksonville Jaguars, Tennesse Titans, Houston Texans. Ein kombinierter Rekord von 42-22. Wie es 2008 ausschaut? Die AFC South hat 3 von 4 Spielen verloren und der Sieg wurde innerhalb der Division entschieden. Ich denke, der König wurde entthront.



4. Fact or Fiction: Michael Turner wird in dieser Saison mehr Rushing Yards als LaDainian Tomlinson erzielen.


Manuel: Fiction. Für mich völlig unvorstellbar. Die Lions-Defensive-Line und Linebackers sind schlicht und ergreifend schlecht. Detroit hatte 2007 im Schnitt 4,3 erlaubte Yards bei Laufspielzügen der Gegner, 120 Yards pro Spiel, insgesamt lag die Defense des Teams auf Platz 31. Die extreme Überlegenheit der Falcons hat mich zwar überrascht, allerdings liegt das sicher auch daran, dass ich die Lions nach ihrer Preseason überschätzt habe. Sollte LT sich nicht ernsthaft verletzen, sehe ich keinen Anhaltspunkt, dass Turner ihn überholen kann. Es würde mich nicht überraschen, wenn Tampa Bay ihn nächstes Wochenende nicht über 50 Yards kommen lässt.

Marcus: Fiction. Nach einem Spiel werde ich einen Teufel tun und das bejahen! Sicher war es überragend, was Turner gegen Detroit gemacht hat, aber es war Detroit und ich glaube, dass die Lions die Falcons ganz schön unterschätzt haben! Man wird sich darauf einstellen, zumal die Falcons nicht unbedingt ein Überangebot an fähigen Receivern haben. LaDainian Tomlinson wird am Ende sicherlich mehr Rushing Yards haben, wenn auch nicht die meisten, denn da sehe ich etwa Adrian Peterson (Vikings) mit besseren Karten.

Björn: Fiction. Ich muss dazu nicht viel sagen, oder? LT ist ein junger Gott. Turner hatte ein gutes Spiel. LT spielte schon immer auf hohem Niveau. Ich denke, sogar auf dem höchsten. Hinter LT sehe ich noch Spieler wie Willie Parker und Adrian Peterson. Turner muss seine Form halten, damit er oben mitmischen kann. Die Frage sollte sein: "Kann Turner überhaupt oben mitmischen?"



5. Fact or Fiction: So wie es momentan aussieht, beheimatet die NFC mehr Superbowl-Kandidaten als die AFC.


Manuel: Fiction. In der NFC sind für mich momentan vier Kandidaten auszumachen: Dallas, New York Giants, Chicago und Green Bay. Andere Teams der NFC haben zwar viel Gutes gezeigt, aber nicht genug, um mich zu überzeugen, dass sie wirklich eine Chance auf den Super Bowl haben. Zugegebenermaßen, das haben die Giants letztes Jahr auch nicht, aber das ist ja das Schöne an der NFL. In der AFC wurde einiges durcheinander gewirbelt, noch sollte man sich aber davor hüten, voreilige Schlüsse zu ziehen. Das sind Startschwierigkeiten, die Colts, Jags und Chargers werden sich erholen und auf erwartetem Niveau spielen. Ich denke, dass man diese Frage nach Woche vier nochmal stellen sollte, dann wissen wir wesentlich mehr. Nicht vergessen, wir sind erst in Woche eins, das kann viel passieren, siehe die Rams 2006.

Marcus: Fact. Das kann man sicherlich so sehen. Die AFC hat nach Bradys Ausfall nur noch die Chargers und Colts mit ganz großen Chancen. Die Jaguars und Steelers kann man bestenfalls als Außenseiter betrachten und mit den übrigen Teams will ich gar nicht erst anfangen. Die NFC hingegen ist weit offen. Hier muss man die Cowboys, Giants, Eagles, Packers, Vikings und Seahawks als die Hauptfavoriten sehen. Und vorsichtig darf man auch die Saints mit in den Kreis der aussichtsreichsten Kandidaten aufnehmen. Also ja, die NFC hat mehr Kandidaten auf den Einzug in den Super Bowl!

Björn: Fact. Wir sind zwar früh in der Saison, doch die jahrelange Vorherrschaft der AFC scheint gebrochen. Eindeutige Kandidaten sehe ich hier nur in Pittsburgh und San Diego. Die NFC hingegen bietet mit Dallas den Top-Favoriten. Die Giants stellen den Titelverteidiger. Die Packers, Vikings und Eagles sind auch gut dabei. Und vielleicht kann man dieses Jahr wieder mit den Bears rechnen?

Ich bedanke mich bei meinen drei Kollegen für ihre Teilnahme. Auch eure Meinungen sind gefragt und werden gern gelesen. Schreibt einfach bei den Kommentaren zum Artikel zu einer oder zu mehreren Behauptungen eure Meinung. Fact or Fiction? kehrt im Oktober wieder mit neuen Themen zurück.

Vielen Dank für das Lesen!

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