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  • TERESF
    registriert am 08.11.2017

Fact or Fiction? #6

factofictionEs ist mal wieder Zeit für Fact or Fiction? auf afinsider.de.

Für unsere Redakteure gibt es viele aktuelle und brisante Themen zu diskutieren. So stehen die beiden Rookie Quarterbacks Robert Griffin III und Andrew Luck zur Debatte sowie die beiden Quarterbacks der New York Jets, Mark Sanchez und Tim Tebow, im Fokus.

Auch nehmen wir die Chancen der New Orleans Saints auf die Playoffs nach ihrem Fehlstart unter die Lupe und betrachten die harten Strafen für vier Spieler der Saints. Wir beleuchten die schwachen Leistungen von Chris Johnson und überlegen, ob die Empörung der Giants über die Aktion der Bucs beim letzten Spielzug gerechtfertigt ist.

Die kurze Erklärung für neue Leser: Eine kontroverse Behauptung wird in den Raum gestellt, und anschließend begründet der jeweilige Redakteur, ob diese Behauptung für ihn Fact (wahr) oder Fiction (falsch) ist.



1. Fact or Fiction: Tim Tebow wird vor Ende der Saison Starting Quarterback der New York Jets sein.



Roman: Fiction. Sanchez hat diese Woche mal wieder gezeigt, was die Jets in ihm haben: Einen unkonstanten Quarterback. Wenn das so weitergeht, denke ich, dass Tebow im Laufe der Saison immer mehr Einsatzzeit bekommen wird. Allerdings ist Head Coach Rex Ryan immer noch ein großer Fan von Sanchez, so dass dieser jedes Spiel erstmal beginnen wird. Sollte sich das Spiel dann nicht so entwickeln, wie die Jets es sich wünschen, kommt Tebow rein. Mehr Einsatzzeit? Ja. Starts? Nein.

Marcus: Fiction. Die Jets scheinen selbst zu wissen, dass Tim Tebow als Passgeber äußerst limitiert ist. In den ersten zwei Spielen setzte man ihn folglich lediglich in Wildcat-Sets ein, in denen er entweder Handoffs verteilte oder selber lief. Mark Sanchez wiederum spielte jeden Snap in den konventionellen Formationen. Nun ist Sanchez sicher auch keine Leuchte, aber er hat gezeigt, dass er durchaus brauchbar ist, wenn er von der Defense in gute Feldpositionen gebracht wird. Tebow hingegen blieb bis heute den Nachweis schuldig, dass er in einer herkömmlichen Offense effektiv sein kann.

Christian: Fiction. Rex Ryan hätte Mark Sanchez spätestens nach dem letzten Jahr absägen können. Das er es nicht getan hat, sagt alles über den Stellenwert von Sanchez zumindest bei Ryan aus. Sanchez hatte einen guten Start und ist der deutlich bessere Quarterback. Tebow sollte sich anderweitig orientieren, wenn er ein gestandener Spielmacher werden will. Er muss seine Würfe verbessern und nicht bei den Special Teams, oder in der Wildcat. Die Jets sind ein schwieriges Umfeld. Ich gehe davon aus, dass Tebow spätestens nächsten Sommer bei einem anderen Team spielt.

Flo: Fiction. Mark Sanchez müsste sich schon sehr verschlechtern, um auch nur den Gedanken an einen Quarterbackwechsel aufkommen zu lassen. Bis jetzt komplettierte er in zwei Spielen 29 von 54 Passversuchen, erwarf vier Touchdowns und nur eine Interception. Tebow selbst hinterliess bis jetzt keinen bleibenden Eindruck wenn er das Feld sah. In seiner Rolle als Wildcat Quarterback ließen ihn die Coaches nur sechs Mal laufen (insgesamt 33 Yards, allerdings kamen 22 davon durch einen einzigen Lauf). Tebow scheint in seiner Rolle als Posterboy und Special-Teams-Personal-Protector gut aufgehoben.



2. Fact or Fiction:  Die Suspendierung der vier Spieler der New Orleans Saints war gerechtfertigt und sie sollten auch die ursprünglich von Roger Goodell genannte Anzahl von Spielen aussetzen.



Roman: Fact. Der Zeitpunkt für die vorübergehende Aufhebung der Sperren war sehr unglücklich. So verlieren sie ein Stück weit an ihrer Wirkung. Ich glaube nicht, dass die NFL die Sperren ausgesprochen hat, ohne Beweise zu haben. Andere Spieler haben ausgesagt, dass es das Bounty-System gab und dass Spieler daran beteiligt waren. Natürlich werden die Spieler von ihren Anwälten beraten, alles abzustreiten. Schließlich verlieren sie durch die Sperren viel Geld.

Marcus: Fact. Die Spieler haben aus meiner Sicht erwiesenermaßen mit der Intention gespielt, Gegner zu verletzen. Dafür wurden sie angemessen bestraft und diese Strafen sollten auch genauso wieder in Kraft gesetzt werden, wenn Roger Goodell die vom Schiedsgericht geforderte Spezifizierung der Art des Vergehens vorgenommen hat. Denn es geht hier in der Tat nicht um einen Verstoß gegen die Gehaltsobergrenze, sondern um eine Zahlung für das Verletzen von Gegnern.

Christian: Fact.  Nach allen bisher bekannten Erkentnissen reden wir hier von vorsetzlicher Körperverletzung, mindestens vom Versuch dieser. Somit waren die Strafen absolut gerechtfertigt. Football ist und bleibt ein gewalttätiges Spiel, aber das bewusste Ausschalten eines Spielers mit anschließender Belohnung ist nicht zu rechtfertigen.

Flo: Fact. Von der weitgreifenden und fast schon hegemonialen Macht des Commissioners kann man zwar halten was man will. Allerdings halte ich die Strafen im Bounty-Gate-Fall für gerechtfertigt. Wer Spieler dafür bezahlt, dass sie andere Spieler verletzen, muss hart bestraft werden - und zwar unabhängig von Paragraphenreitern und Rechtsanwälten.



3. Fact or Fiction:  Chris Johnson (21 Laufyards in zwei Spielen) wird nächstes Jahr kein Starting Running Back mehr sein in der NFL.



Roman: Fiction. Chris Johnson alias CJ2K hat ja nichts verlernt in den letzten zwei Jahren. Sein Talent und vor allem seine Geschwindigkeit sind immer noch da. Es ist das Team um ihn herum, dass es ihm nicht mehr ermöglicht, die langen Läufe zu erzielen. Er ist nun mal kein Power Runner, der Tackles von Defensive-Line-Spielern oder Linebackern durchbricht. Er braucht zunächst Löcher, die andere für ihn aufreißen, um erfolgreich zu sein. Dahinter kann er mit seiner Geschwindigkeit allen davonlaufen.

Marcus: Fiction.  Realistisch betrachtet spielt Chris Johnson doch genauso wie immer schon. Er macht in der Regel nicht viele Yards in den meisten Laufsituationen. Dazu ist er auch nicht gebaut. Vielmehr ist er ein Home-Run-Hitter, der vielleicht ein oder zwei Mal im Spiel einem Tackle entkommt und dann gleich 50 bis 60 Yards rausholt. Nur hatte er einen solchen Lauf bislang noch nicht. Das Problem der Titans in den ersten beiden Spielen war, dass ihre Defense zu viele Punkte zuließ. Das nahm dann der Offensive die nötige Zeit fürs Laufspiel und so wurde Johnson dann auch nicht mehr entsprechend eingesetzt. Über seine ganze Karriere (seit 2008) hatte er im Schnitt ca. 18 Carries pro Spiel. In seiner 2.000-Yard-Saison 2009 waren es gar 22 pro Spiel. In den ersten beiden Spielen dieser Saison waren es hingegen nur noch 9 ½, also im Grunde halb so viele wie sonst. Für seine Art zu laufen ist das eben zu wenig.

Christian: Fiction. Man sollte nicht nach zwei Spielen über Johnson urteilen. Er kann es nach wie vor. Die Titans waren sowohl gegen New England, als auch gegen San Diego schnell zwei Touchdowns hinten. Somit waren auch seine Möglichkeiten beschränkt. Johnson kommt wieder, gerade gegen Gegner, gegen die das Spiel enger sein wird.

Flo: Fact. Schwierige Entscheidung. Was ist schon ein Starting-Running-Back-Titel wert in der heutigen NFL, die von Running-Back-Teams dominiert wird. Ich glaube "the Artist formerly known as CJ2k" wird nächstes Jahr mit einem anderen Running Back, der auch ausInsideruns beständig Yards machen kann, die Running-Back-Pflichten im Backfield der Titans teilen und nicht mehr starten.



4. Fact or Fiction: Robert Griffin III wird ein besserer Quarterback in seiner Karriere sein als Andrew Luck.



Roman: Fiction. Im Moment hat Griffin die Nase vorn, weil er mehr Gefahr mit seinen Lauffähigkeiten ausstrahlt als Luck. Außerdem sind die Colts gerade dabei, ihre Mannschaft komplett neu aufzustellen. Die Redskins besitzen insgesamt einen viel besseren Kader, wodurch Griffin auch besser aussieht. Auf lange Sicht, wenn die Colts noch ein paar Offseasons Zeit hatten, um den Umbau zu vollführen, wird Luck erfolgreicher sein.

Marcus: Fiction.  Wird er der spektakulärere Quarterback sein? Sicherlich. Cam Newton oder Michael Vick machen auch viel spektakulärere Dinge im Spiel als etwa Peyton Manning, Tom Brady oder Drew Brees, die „nur“ in der Pocket stehen. Aber Pocket-Passer sind historisch gesehen die erfolgreichsten Quarterbacks. Sie sind weniger verletzungsanfällig und konzentrieren sich mehr aufs Wesentliche: Das Passspiel. Luck hat, was die klassischen Attribute eines Quarterbacks angeht, die besseren Voraussetzungen – bessere Übersicht, den besseren Arm und er ist geduldiger. Aktuell sieht Griffin III wie der beste QB dieser Draftklasse aus, aber in zehn Jahren wird man wohl eher über Luck als über „RG3“ reden.

Christian: Fact.  Beide werden eine tolle Laufbahn haben, davon bin ich überzeugt. Griffin hat in Washington natürlich deutlich bessere Bedingungen. Doch er hat auch in den ersten beiden Spielen bewiesen, dass er gute Entscheidungen trifft. Was Armstärke und Präzision betrifft sehe ich ihn absolut auf Augenhöhe mit Luck. Griffin ist mobiler und somit schwerer auszurechnen. Die einzige Gefahr ist, dass er durch die Spielweise viele Hits nehmen muss und das kann seine Karriere deutlich verkürzen.

Flo: Fiction. Ich halte Luck immer noch für den besseren Spieler. Er leidet im Moment unter der Tatsache, dass seine Mitspieler schlichtweg schlechter sind als die von RGIII. Auch kommen mir Griffin betreffend sofort Vergleiche mit Cam Newton letztes Jahr in den Sinn, der in der ersten Hälfte der Saison auch unglaubliche Passyards anhäufte, nur um dann in der zweiten Hälfte von auf ihn angepassten Defenses zurechtgestutzt zu werden. Nichtsdestotrotz glaube ich, dass sich beide zu überdurchschnittlichen NFL-Quarterbacks entwickeln werden.



5. Fact or Fiction: Die New Orleans Saints werden es nicht in die Playoffs schaffen.



Roman: Fact. Ich hätte nicht gedacht, dass das Aussperren der Coaches einen so großen Einfluss haben würde, aber anders kann ich mir die Leistungen der Saints in den ersten zwei Wochen nicht erklären. Drew Brees macht Fehler, die man von Drew Brees einfach nicht kennt, die Offense wirkt einfach gehemmt. Dazu kommt aber noch, dass die Defense den Namen Defense bisher absolut nicht verdient. Was ich noch am erschreckendsten finde, schließlich ist der Defensive Coordinator Steve Spagnuolo nicht gesperrt.

Marcus: Fact. Sie sind 0-2, ihre Offense hat immer noch nicht ihren Rhythmus gefunden und Defense spielen sie schon seit der Preseason nicht. Der größte Faktor ist das Fehlen von Sean Payton. Die Bedeutung eines Head Coaches in der NFL – und generell im Football – kann man gar nicht hoch genug hängen. Ein starker Trainer kann aus einer mittelprächtigen Organisation eine richtig gute machen. Man schaue dafür auf die Saints vor und seit Payton! In San Francisco zum Beispiel spielte man über Jahre hinweg inkonstant und teilweise schlampig. Seit Jim Harbaugh da ist, weht dort ein anderer Wind. Jetzt fehlt Payton den Saints und das Ergebnis sehen wir auf dem Platz! Wäre es anders und alles liefe super, bestünde umgekehrt ja auch keine Notwendigkeit, Paytons hohes Gehalt zu zahlen…

Christian: Fiction. Ich glaube nach wie vor an die Saints. Das Team hat großes Potential und erfahrene Spieler. Die werden sich da raus ziehen und zurück schlagen. Die NFC South ist sehr ausgeglichen und es ist gut möglich das auch die Falcons mal zwei Spiele in Serie liegen lassen. Da ist also noch alles möglich. New Orleans holt sich mindestens eine Wildcard in der NFC.

Flo: Fact.  Das halte ich nach einem 0-2-Start gegen mittelmäßige Gegner und jeweils zwei Spielen gegen Atlanta, Carolina und Tampa Bay schon für sehr fraglich. In der NFC gibt es so viele Playoff-Anwärter, dass ich glaube dass aus der NFC South nur der Divisionsgewinner (all eyes on Atlanta) die Playoffs erreicht.



6. Fact or Fiction: Tom Coughlin hat völlig Recht mit der Kritik an Greg Schiano. Es gehört sich nicht, den Quarterback und andere Spieler beim Kneel Down am Ende des Spiels zu attackieren.



Roman: Fact. Natürlich soll die Defense nicht aufhören zu spielen, da die Offense immerhin noch einen Fumble beim Snap produzieren könnte. Sollte das aber nicht passieren, lässt man den Quarterback in Ruhe und findet sich mit der Niederlage ab. Schließlich will man auch nicht, dass in der gleichen Situation jemand den eigenen Quarterback so angeht.

Marcus: Fact. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz im Football, dass man den Gegner bei der Victory-Formation in Ruhe lässt. Allerdings gibt es leider auch immer mal wieder Leute, die sich nicht daran halten. Das ist genauso ein Unding wie eine Timeout zu nehmen, obwohl das Spiel entschieden ist und der Gegner mit einem weiteren Kneel Down die Zeit ohnehin herunterlaufen lassen kann…

Christian: Fact. Absolut überflüssige Aktion der Buccaneers und Coach Schiano. Es ist schade, denn mit solchen Schlagzeilen tritt die sehr gute Leistung seiner Mannschaft in den ersten beiden Wochen komplett in den Hintergrund.

Flo: Fact.  Dass wir über sowas überhaupt diskutieren müssen, ist eigentlich eine Frechheit. Es gehört sich nicht, man macht es nicht, Spieler können sich verletzen, das Spiel ist sowieso vorbei. Ende der Durchsage.

Wir lesen gern eure Meinungen zu den diskutierten Themen. Schreibt einfach bei den Kommentaren zum Artikel zu einer oder zu mehreren Aussagen eure Meinung.

Wir melden uns schon bald mit Fact or Fiction? #7 zurück. Vielen Dank für das Lesen.

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