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    registriert am 08.11.2017

Fact or Fiction? #9 XXL-Edition

factofictionHerzlich willkommen zur neunten Ausgabe von Fact or Fiction? auf afinsider.de. Euch erwartet eine vollgepackte Ausgabe zum Start der Playoffs in der NFL.

Unsere Redakteure betrachten die Entlassung von Lovie Smith und machen sich Gedanken, wo Andy Reid nächstes Jahr coachen wird. Zudem darf eine Bewertung des Chaos bei den Jets und ein Blick auf die MVP-Wahl nicht fehlen.

Natürlich analysieren unsere Schreiber auch jedes der vier Wildcard-Spiele und geben ihre Tipps für das Wochenende ab.

Die kurze Erklärung für neue Leser: Eine kontroverse Behauptung wird in den Raum gestellt, und anschließend begründet der jeweilige Redakteur, ob diese Behauptung für ihn Fact (wahr) oder Fiction (falsch) ist.



1. Fact or Fiction: Peyton Manning ist wertvoller für sein Team als Adrian Peterson und sollte daher den MVP-Award bekommen.



Flo: Fiction. Hell no. Peyton Manning wäre für mich in anderen Jahren durchaus ein Kandidat für den MVP-Titel. Aber was der neugekrönte "AD2K" dieses Jahr für sein Team bedeutet hat, ist meilenweit von ihm entfernt. Für mich ist Adrian Peterson der klare MVP.

Marcus: Fiction. Peyton Manning hat unzweifelhaft das Team der Broncos verbessert. Allerdings haben diese Broncos bereits ohne Manning und mit Tim Tebow die Playoffs in einer lächerlichen Division erreicht und sogar ein Playoffspiel gewonnen. Die Basis war also geschaffen. Adrian Peterson hingegen hat quasi alleine aus einem Team mit drei Siegen eines mit zehn Siegen gemacht. Und das, obwohl sich im Vergleich zu letztem Jahr personell kaum etwas verbessert hat. Mit Percy Harvin fiel sogar der beste Receiver lange aus. Insofern ist er der MVP und nicht Manning, der schon MVP-Titel für weniger gute Spielzeiten quasi zum Nulltarif bekam. Ohne Manning wäre Denver immer noch ein Playoff-Team, ohne Peterson die Vikings wohl erneut bei höchstens drei bis vier Siegen.

Christian: Fiction. Peterson macht sein gesamtes Team um einiges besser. Sehr schade, dass ihm neun Yards gefehlt haben, um Dickersons Rekord zu brechen. Er sorgt dafür, dass die Vikings von einem Team mit 6-7 Siegen, ein Playoff-Teilnehmer wird. Was die Broncos betrifft, sicher Peyton Manning macht das Team besser, aber das Team hat letztes Jahr mit einem Fullback als Quarterback die Playoffs erreicht. Dazu spielen die Broncos in der schlechtesten Division der NFL. Dort auf zehn und mehr Siege zu kommen ist deutlich einfacher als in der NFC North.



2. Fact or Fiction: Die Bears hätten Lovie Smith nicht entlassen sollen.



Flo: Fiction. Lovie ist definitiv ein guter Coach. Die Bears sind und waren auch ein gutes Team unter ihm. Ich denke zwar nicht, dass Trainerentlassungen ein Allheilmittel sind. Wenn man aber ein großartiges Team sein will, kann es notwendig werden, sich von "guten" Leuten zu trennen und nach Großartigen zu suchen.

Marcus: Fiction. In den letzten sechs Jahren erreichten die Bears einmal die Playoffs. In diesem Jahr sorgte man sogar dafür, dass Jay Cutler endlich mal Leute bekam, auf die ihr Pässe werfen kann. Und dennoch war die Offensive mangels einer auch nur soliden Offensive Line der schwächste Part des Teams. All das führt letztlich dazu, dass man sich neu orientieren sollte.

Christian: Fact. Viele Fans in der NFL würden sich die Finger nach zehn Siegen lecken. Dieses Jahr ist es einfach extrem unglücklich gelaufen für die Bears. Das Material an Spielern ist meiner Meinung nach gar nicht so gut. Außer Marshall gibt keinen guten Receiver, (vielleicht entwickelt sich Jeffery zu einem) und die Offensive Line ist seit Jahren eine Baustelle. Daraus hat Smith eine Menge gemacht.



3. Fact or Fiction: Andy Reid wird einen der vakanten Head-Coach-Posten bekommen.


Flo: Fact. Es sind zu viele offene Stellen vorhanden, als dass ein fähiger Mann wie Reid keinen Job bekommen sollte. Die größte Wahrscheinlichkeit sehe ich im Moment in Arizona, was höchstens am geizigen Besitzer scheitern könnte. Sollte er doch den Geldbeutel aufmachen und Reid holen, trifft Reid dort auf eine gute bis sehr gute Defense und eine Offense mit Problemen. In Kevin Kolb gibt es dort allerdings einen Quarterback, der im Reid-System bereits gute Ergebnisse produziert hat.

Marcus: Fact. Alles spricht für die Cardinals, die sogar schon die Rooney-Rule-Hürde mit dem Interview von Ray Horton genommen haben. Falls nicht noch Weltbewegendes passiert, wird Reid in der Wüste unterschreiben.

Christian: Fact. Es wird nicht lange dauern. Am wahrscheinlichsten ist für mich Arizona. Es gibt einfach zu viele Parallelen. Er findet dort einen Quarterback, der dauernd verletzt ist, eine Offensive Line, die nicht blocken kann und eine Franchise, die seit Jahren ihre Ziele nicht erreicht. Sollte perfekt passen.



4. Fact or Fiction: Neben Mike Tannenbaum hätten die Jets auch Rex Ryan feuern sollen.



Flo:  Fiction. Ich finde, Rex ist immer noch der richtige Mann für den Jets-Job. Er muss sich nur bewusst sein, dass seine nächste Saison bereits auf dem "Hot Seat" beginnt und er sich eine weitere Peinlichkeit wie diese Saison nicht mehr leisten kann. Ist der Tebow-Zirkus erstmal in eine andere Stadt weitergezogen und wichtige Leistungsträger sind wieder einsatzbereit sind die Jets nur eine starke Draftklasse davon entfernt, ein gutes Team zu sein.

Marcus: Fact. Ich bin zwar der Meinung, dass Rex Ryan wenig für die Probleme in der Offensive kann – Mike Tannenbaum hat das Team zusammengestellt und Woody Johnson wollte z.B. Tebow unbedingt gegen den Willen von Ryan. Aber was Ryan nicht geschafft hat, ist es, seine Spieler zu einem Team zu formen. Man erinnere sich an die Aussagen von nicht genannten Spielern, die Tebow in der Öffentlichkeit diffamiert haben oder auch Tebows kleine Revolte vor Woche 16. Außerdem gab es einfach zu viele weitere Störfeuer. Insofern ist auch Ryan mitverantwortlich für den Misserfolg, wenn auch nicht in gleichem Maße wie Tannenbaum und Johnson.

Christian: Fact.  Zum einen war die Entlassung von Tannenbaum richtig. Ryans stärkste Auftritte in den letzten zwei Jahren waren die auf der Pressekonferenz. Er hat sich Spieler ins Team geholt, die offensichtlich weit davon weg sind auch Team-Player zu sein. Er hat an einem Quarterback Woche für Woche festgehalten, der einfach keine Entwicklung zeigt. Ich bin kein Tebow Fan. Aber wenn mein Quarterback schlecht spielt und ich einen solchen Spieler im Kader habe, warum gebe ich ihm keine Einsatzzeit ?



5. Fact or Fiction: Die Green Bay Packers werden die Minnesota Vikings zu Hause souverän mit mindestens fünf Punkten Vorsprung schlagen.



Flo: Fiction. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das geschiet, aber vorhersagen will ich es nicht. Zu wenige Antworten hatten die Packers diesen Sonntag auf die tödlichen Rushes von Peterson, ermöglicht von einer Offensive Line in Hochform. Offensiv müssen sich jedoch auch die Packers keine Sorgen machen, sie bewegten den Ball ohne Mühe gegen die Vikings Defense. Ich denke, es wird wie am Sonntag derjenige gewinnen, der den letzten Ballbesitz hat. Ob das Green Bay sein wird, muss sich zeigen.

Marcus: Fiction. Ich basiere diese These auf einer weiteren vorzeigbaren Vorstellung von Christian Ponder, das vorweg. Aber wenn man bedenkt, dass Adrian Peterson gegen die Packers in zwei Spielen 2012 über 400 Yards erlaufen hat, dann wird das wohl kein Zuckerschlecken für die Packers. Kommt dann auch noch schlechtes Wetter dazu in der „Frozen Tundra“, dann müsste man vielleicht sogar die Vikings im Vorteil wähnen, denn die haben eben den besten Running Back der NFL.

Christian: Fiction. In der Form, in der die Vikings sind, wird es sicher nicht einfach, sie zu schlagen. Minnesota wird den Ball viel Laufen und die Uhr kontrollieren. Genau das konnten die Packers in den letzten Spielen nicht. Wenn Rodgers seine Bestform erreicht, sollte Green Bay dennoch weiter kommen.



6. Fact or Fiction: Baltimore wird die Saison der Indianapolis Colts beenden.


Flo: Fiction. Das glaube ich nicht. Die Colts sind #chuckstrong und kommen mit unglaublichem Momentum in die Playoffs. Die Ravens dagegen, die gerade erst einen Wechsel auf der Offensive-Coordinator-Position hinter sich haben, waren mir diese Saison schlicht zu inkonsistent, um einen Baltimore-Sieg vorauszusagen. Ich sage, Luck macht das.

Marcus: Fiction. Die Colts spielen aktuell mit so viel Begeisterung und Selbstbewusstsein, gepaart mit der Freude über die Rückkehr von Chuck Pagano, dass es schwer wird, sie zu schlagen. Hinzu kommt, dass die Ravens sich mit letzter Kraft über die Ziellinie geschleppt haben und so gar nicht in Form sind. Ihre einzige Hoffnung ist, dass sie zu Hause spielen. Dennoch glaube ich eher an die Colts.

Christian: Fiction. Zum einen spielt der selbsternannte Top-5-Quarterback bestenfalls mittelmäßig, dazu schaffen es die Ravens nicht Ray Rice genügend in ihr Spiel einzubinden. Die Colts sind sicher keine Übermannschaft, aber ich denke dennoch, dass die Qualität für Baltimore in der aktuellen Verfassung reicht.



7. Fact or Fiction: Seattle ist zurecht gegen die Redskins favorisiert und wird gewinnen.



Flo: Fact. Wenn ein Rookie-Quarterback, der in der dritten Runde gedraftet wurde in seinem ersten Playoffspiel auswärts favorisiert ist, dann muss er schon einiges können. Die Seahawks um Six-Footer Russell Wilson können so einiges. Ein immer noch angeschlagener RG III, das Fehlen von wichtigen Leistungsträgern in der Redskins-Defensive und die Rückkehr des Starting-Cornerback-Tandems für die Seahawks machen den Sack zu.

Marcus: Fact. Die Seahawks haben in der in dieser Saison wohl stärksten Division der NFC nur knapp den Titel verpasst. Dabei gelangen Siege gegen die 49ers, Patriots, Packers (wenn auch zu Unrecht), Cowboys und Bears. Zudem wirken sie wie eines der komplettesten Teams der NFL mit ihrem starken Laufspiel, einem effektiven Quarterback und diesen Hühnen in der Secondary. Dieses Team ist körperlich stark genug, um dem Laufspiel der Redskins Paroli zu bieten. Daher sind sie zu Recht favorisiert.

Christian: Fact. Das Spiel wird eine ganz enge Kiste. Sicher sind die Redskins froh, nicht nach Seattle zu müssen. Dennoch sind die Seahawks für mich Favorit. Vor allem die Defense scheint mir einen Schritt weiter zu als die der Redskins.



8. Fact or Fiction: Cincinnati wird Houston in den Wildcard Playoffs schocken und aus den Playoffs werfen.



Flo: Fact. Rache ist Blutwurst. Letztes Jahr waren die Houston Texans das Ende für die Playoff-Träume der Bengals um damals-noch-Rookie-Quarterback Andy Dalton. Dieses Jahr wird es andersrum ausgehen. Houston kommt rückwärtskriechend in die Playoffs und wird es bereuen die Bye Week in der ersten Runde verloren zu haben. Mein mutiger Tipp: Defensive Tackle Geno Atkins mit einem forced fumble, das er zum Touchdown zurückträgt.

Marcus: Fiction. Die Texans sind natürlich verdammt schlecht drauf und haben ihren Zenit für die Saison wohl schon vor längerem überschritten. Dennoch spielen sie zu Hause und haben personell das bessere Team. Es wird eng, aber am Ende wird sich Houston wohl doch durchsetzen, zumal die Bengals auch nicht in Paradeform spielen.

Christian: Fiction. Für Cincinnati geht es definitiv in die richtige Richtung, dennoch glaube ich nicht an einen Sieg in Houston. Der Grund dafür ist, dass beide Quarterbacks von J.J. Watt, beziehungsweise Geno Atkins unter Dauerfeuer sein werden. Schaub hat mehr Erfahrung und über Andre Johnson hinaus einige gute Receiver. Dennoch glaube ich, dass es sehr eng für die Texans wird.

Wir lesen gern eure Meinungen zu den diskutierten Themen. Schreibt einfach bei den Kommentaren zum Artikel zu einer oder zu mehreren Aussagen eure Meinung. Schon nächste Woche gibt es Ausgabe #10.

Vielen Dank für das Lesen.

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