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  • TERESF
    registriert am 08.11.2017

Kampf der Philosophien und Angstgegner

gamedayEs ist wieder soweit, die „richtige“ Saison beginnt. Die Wildcard-Runde steht vor der Tür und es bieten sich uns einige interessante Paarungen. Zum Auftakt wollen die Kansas City Chiefs beweisen, dass sie mit den Indianapolis Colts doch ein gutes Team schlagen können. Am Abend dann müssen die New Orleans Saints in Philadelphia zeigen, dass es auch unter freiem Himmel geht.

Am Sonntag empfangen die Cincinnati Bengals dann einen möglichen Geheimfavoriten in der AFC und zum Abschluss der Runde empfangen die Green Bay Packers die San Francisco 49ers, gegen die sie seit einiger Zeit schlecht aussehen.

 kcindianapolis

Kansas City Chiefs (#5) @ Indianapolis Colts (#4)

Samstag, 22:35 Uhr MEZ – SPORT1 US (HD) live

Beide Teams kamen mit elf Siegen in die Playoffs, wobei die Colts ihre Division gewannen, während es für Kansas City nur die Wildcard wurde. Indy gewann seine letzten drei Spiele, die Chiefs verloren ihre letzten beiden – das letzte allerdings mit der Reserve. Beide Teams trafen bereits kurz vor Weihnachten aufeinander und die Colts gewannen auswärts mit 23:7.

In diesem ersten Spiel erlebten die Chiefs einen Totalausfall aller Systeme. Offensiv leistete man sich etwa vier Turnovers, was eigentlich jedes halbwegs enge Spiel killt. Außerdem hatten die Colts 18 Minuten länger den Ball. Insofern gilt das Hauptaugenmerk der Minimierung von Fehlern und der Ballkontrolle. Hierzu wird Jamaal Charles einmal mehr im Mittelpunkt stehen und so viele Touches wie möglich bekommen. Sei es durch Läufe oder eben kurze Pässe. Alex Smith wird zudem versuchen müssen, frühzeitig das Passspiel in Gang zu kriegen, um für die nötige Balance zu sorgen. Allerdings wird das nicht so einfach, da mit Robert Mathis einer der besten Pass-Rusher der Saison auf ihn wartet. Top-Receiver Dwayne Bowe wiederum wird sich mit Vontae Davis messen müssen. Was Charles angeht, ist dessen direkter Gegenspieler Linebacker Jerrell Freeman. Wir diesen Zweikampf gewinnt, hat gute Chancen, die nächste Runde zu erreichen.

Die Colts haben in den letzten Wochen ihr Tempo im Offensivspiel erhöht und damit einen guten Rhythmus gefunden. Ein Grund dafür ist das verbesserte Laufspiel seit Donald Brown den Starter-Job übernommen hat. Auch er ist sowohl als klassischer Running Back als auch als Passempfänger aus dem Backfield brandgefährlich. Gegenspieler Derrick Johnson wird alle Hände voll zu tun haben. Zudem zeigte zuletzt auch Trent Richardson wieder ein Lebenszeichen, was das Laufspiel noch durchschlagskräftiger macht. Vorbeikommen müssen sie allerdings auch an der starken Defensive Line der Chiefs, wobei gerade Nose Tackle Dontari Poe ein größeres Problem werden könnte. Das größte Hindernis für Andrew Luck werden indes die Outside Linebacker Justin Houston und Tamba Hali darstellen. Beide werden den QB unter Dauerbeschuss nehmen und alles versuchen, Turnovers zu erzwingen, was im Übrigen im ersten Spiel nicht gelang. Überhaupt gibt es für die Chiefs-Defense Steigerungspotenzial, denn damals verpasste man gleich 17 Tackles.

Ein enges Spiel ist vorprogrammiert. Beide Teams sind noch recht unerfahren, was die Playoffs angeht, wobei die Colts im letzten Jahr bereits dabei waren. Für die Chiefs wird es das erste Spiel in einem Dome in der gesamten Saison und anders als daheim wird es dieses Mal beim eigenen Angriff laut. Die Chiefs sind nicht chancenlos, die aktuelle Form spricht aber für Indianapolis.

New Orleans Saints (#6) @ Philadelphia Eagles (#3)

Nacht auf Sonntag, 02:10 Uhr MEZ – SPORT1 US (HD) live

Last Minute ist das Stichwort: Während die Saints im Schlussspurt der Saison ihren Divisionssieg und die dazugehörige Bye-Week weggeworfen haben, machten die Eagles die NFC East erst im letzten Saisonspiel klar.

Die größte Stärke der Saints-Offense ist praktischerweise die größte Schwäche der Eagles-Defense: Das Passspiel. Folglich wird Drew Brees wie immer früh attackieren und gleich von Beginn an versuchen, die schwache Secondary des Gegners zu fordern. Ein interessantes Mismatch bietet sich ihm im Duell zwischen Jimmy Graham und Mychal Kendricks. Kendricks ist zwar schnell genug, um mitzuhalten, doch der Tight End ist ca. 20 Zentimeter größer als der Linebacker. Besonders in der Red Zone mag das ein großer Vorteil sein. Allerdings braucht es auch in dieser Partie Balance im Offensivspiel, folglich darf Sean Payton auch den Lauf nicht vernachlässigen. Dies wird schwieriger, denn die Eagles sind ziemlich gut auf dem Boden und geben im Schnitt nur knapp über 100 Yards ab.

Chip Kellys Offense wiederum basiert auf rasantem Laufspiel und das ist die Schwäche der Saints-Defense, die auf dem 28. Platz der NFL im Bereich Yards pro Carry (4,8) steht. Gegen Rushing-Leader LeSean McCoy dürfte das zum Problem werden. Im Grunde muss das gesamte Team auf der Hut sein, um dieses Laufspiel in den Griff zu bekommen und das nach Möglichkeit schon in frühen Downs – dritte Versuche sind dagegen nicht die Stärke der Eagles. Hier verwerten sie nur 39 Prozent ihrer Versuche. Sollte aber das Laufspiel funktionieren, schafft das mehr Zeit für Nick Foles, der ohnehin wenige Fehler macht. Will man ihn unter Druck setzen, geht man am besten über seine rechte Seite, denn dort hat Lane Johnson noch so seine Probleme. Junior Galette und Cameron Jordan werden dort attackieren. Generell ist New Orleans stark gegen den Pass und gab die zweitwenigsten Yards der Liga ab.

Ein hochinteressantes Spiel, bei dem der Heimvorteil der Eagles vielleicht gar nicht so gravierend sein wird. Es wird zwar Minusgrade geben, aber Niederschlag wird nicht erwartet und der Wind ist auch eher überschaubar. Insofern stellt sich die Frage, was sich durchsetzt – das explosive Passspiel oder das ultraschnelle Laufspiel. Spannung ist garantiert.

 sandiegocincinnati

San Diego Chargers (#6) @ Cincinnati Bengals (#3)

Sonntag, 19:05 Uhr MEZ – SPORT1 US (HD) live

Die Chargers haben sich dank vier Siegen in Serie – und etwas Mithilfe der Männer in den schwarz-weiß gestreiften Hemden – in die Playoffs gespielt. Die Bengals beendeten die Saison mit zwei Siegen in Serie und beendeten dabei die Playoff-Hoffnungen der Baltimore Ravens. Das erste Aufeinandertreffen Anfang Dezember gewannen die Bengals – die bislang letzte Niederlage San Diegos.

San Diego tritt an gegen die drittbeste Defense der NFL. Und dennoch gibt es Chancen, sie zu überwinden. Ein Ansatz sind Läufe durch die Mitte und da Ryan Mathews derzeit in Höchstform agiert, dürfte das auch ein probates Mittel am Sonntag sein. Zudem wird er helfen müssen, den Fokus der Defensive Line ein wenig von Philip Rivers zu nehmen, denn Carlos Dunlap und Michael Johnson wirken auf dem Papier stärker als ihre Konterparts auf den Tackle-Positionen. Worauf die Bengals aber besonders achten müssen sind die kurzen Pässe auf Danny Woodhead, der die zweitmeisten Receptions der NFL aus dem Backfield aufweist. Gegen ihn spielt Vontaze Burfict, der sein Cover-Spiel merklich verbessert hat im Vergleich zum Vorjahr. Auch darf man sich auf den Zweikampf zwischen Wide Receiver Keenan Allen und Cornerback Adam Jones freuen. Allen ist nicht nur ein sicherer Passfänger, sondern auch sehr gefährlich bei Läufen nach dem Catch.

Obwohl das größere Problem der Chargers-Defense das Passspiel ist, gelang es den Bengals in San Diego vor allem auf dem Boden für Schaden zu sorgen. Giovani Bernard und BenJarvus Green-Ellis liefen für 164 Yards und brachten San Diego in arge Bedrängnis. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und angesagtem Schneeregen und Wind könnte das auch dieses Mal das Mittel sein, um den Gegner zu attackieren. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass die Secondary mit Ausnahme von Shareece Wright, der durchaus mit A.J. Green mithalten kann, durchweg im Nachteil scheint gegen Marvin Jones oder Andrew Hawkins. Zudem bekommt Andy Dalton wohl seine Tight Ends zurück, die gegen Baltimore beide ausgefallen sind. Für die Chargers wird es wichtig, die Bengals in lange dritte Versuche zu bringen und dann Druck auf den Quarterback zu machen – auf diese Weise kamen die Ravens letzte Woche nochmal ins Spiel zurück, denn Dalton neigt zu Fehlern. Das alles wird aber wohl nur relevant, wenn man es schafft, den Lauf zu stoppen.

Die Bengals gehen schon aufgrund ihrer starken Saison als Favorit ins Spiel, aber Rivers war meist gut in den Playoffs und Dalton auf der anderen Seite flößt kein Vertrauen ein, wenn es wirklich zählt. Insofern herrscht bei diesem Spiel „Upset Alert“.

 sfgreenbay

San Francisco 49ers (#5) @ Green Bay Packers (#4)

Sonntag, 22:40 Uhr MEZ – SPORT1 US (HD) live

Die 49ers haben sechs Spiele in Folge gewonnen und sind damit wohl das heißeste Team der NFL. Die Packers wiederum gewannen in der zweiten Saisonhälfte ganze drei Spiele bei vier Niederlagen (ein Remis), gewannen allerdings ihr Saisonfinale – wenn auch etwas glücklich – in Chicago. Zum Saisonbeginn traf man schon einmal aufeinander und die Niners gewannen daheim.

Im Gegensatz zu damals werden die 49ers dieses Mal allerdings wieder vorwiegend aufs Laufspiel setzen. Damals schlugen sie Green Bay dank einer 400-Yard-Passleistung von Colin Kaepernick, was seither nicht mehr im Ansatz gelang. Dafür funktionierte das Laufspiel wieder besser. Und wenn es doch durch die Luft ging, waren Anquan Boldin und Vernon Davis sichere Ziele. Hinzu kommt ein noch nicht ganz fitter Michael Crabtree, der aber auch besser ist als vieles, was man sonst in der Liga findet. Frank Gore wird der Spieler sein, auf den es besonders ankommt. Kommt er in Schwung, kann man frühzeitig auf Play-Action setzen, was Kaepernick mehr Zeit zum Passen gibt. Was die Defense von Dom Capers angeht, wurde diese in den letzten Duellen gegen San Francisco eigentlich auf jede erdenkliche Weise vorgeführt. Im letzten Januar lief Kaepernick Kreise um die gesamte Defense, im September waren es Pässe – nichts war zu stoppen. Dieses Mal wird es gegen den Pass nicht einfacher, denn mit Clay Matthews fehlt der beste Pass-Rusher, während Mike Neal und Nick Perry angeschlagen sind.

Mit Aaron Rodgers wieder auf dem Feld sind die Packers für einen möglichen Shootout gerüstet. Hinzu kommt, dass mit Randall Cobb der X-Factor der Offense wieder zurück ist und bereits gegen Chicago wieder groß aufspielte. Er wird wohl auf Eric Wright treffen, der den verletzten Carlos Rogers ersetzen muss. Und das wäre schon mal ein Duell, das zum Vorteil der Packers ausfallen sollte. Ansonsten wird es eiskalt mit zu erwartenden Temparaturen im Bereich von -20 Grad Celsius und sinkend je später es wird. Ein gutes Laufspiel könnte also hilfreich werden. Eddie Lacy spielt derzeit stark, trifft nun aber auf Patrick Willis und NaVorro Bowman, was für den Rookie eine große Herausforderung wird. Am Ende kann es also doch wieder auf Rodgers ankommen, dessen Offensive Line zwar verbessert daherkommt, die gegen Justin Smith innen sowie Ahmad Brooks und Aldon Smith außen aber immer noch bedenklich wirkt.

Die Packers haben den Heimvorteil, die 49ers das bessere Team. Die Packers müssen unter Beweis stellen, dass sie in irgendeiner Weise die Offense der Gäste stoppen können, was ihnen in den letzten beiden Partien gegen Kaepernick und zuvor schon gegen Alex Smith nicht gelang. Auf dem Papier ist San Francisco Favorit.

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