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  • TERESF
    registriert am 08.11.2017

The Best of Both Worlds in New Jersey

gamedayWie gewinnt man Meisterschaften? Mit überragender Defense oder doch mit schier unaufhaltsamer Offense? Dieser Fragen geht man in allen möglichen Sportarten seit Ewigkeiten nach. Auf Super Bowl XLVIII wird man vielleicht ebenfalls in der Zukunft in diesem Zusammenhang zurückblicken. Mit den Denver Broncos und Seattle Seahawks haben wir das Beste aus beiden Welten auf dem Platz stehen. Beide dominierten sie ihre Conferences und werden nun alles daran setzen, ihrer Saison die ultimative Krone aufzusetzen.

AFinsider.de blickt im Gameday auf den großen Abschluss der Saison 2013 und gibt eine Prognose ab, wer sich denn am Ende die Vince Lombardi Trophy in die Vitrine stellen darf.

Super Bowl XLVIII, MetLife Stadium – East Rutherford, NJ

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Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Nacht auf Montag, 0:30 Uhr MEZ – SPORT1 US (HD), Sat.1 & PULS4 live

Super Bowl XLVIII wirft seine Schatten voraus und wir blicken auf die Schlüsselduelle auf beiden Seiten. Und auch wenn das große Spiel für die beiden Franchises kein Neuland ist – die Broncos zogen mit ihrer siebten Teilnahme mit New England gleich und liegen nur noch hinter den Steelers und Cowboys (beide 8), was Teilnahmen angeht und die Seahawks sind nach Super Bowl XL (Niederlage gegen Pittsburgh) zum zweiten Mal mit von der Partie – haben nur vier Spieler überhaupt Super-Bowl-Erfahrung. Diese stehen mit Peyton Manning, Wes Welker, Dominique Rodgers-Cromartie und Jacob Tamme alle in Diensten der Broncos.

Road to Jersey

Beide Teams gewannen ihre Conferences, nachdem sie die Regular Season jeweils mit einer 13-3-Bilanz abschlossen. Das hat zur Folge, dass erstmals seit 2003 (Patriots) wieder ein Team mit der besten Bilanz in der Regular Season die Lombardi-Trophäe in Empfang nehmen wird.

Die Niederlagen der Seahawks kamen überraschend daheim gegen die St. Louis Rams sowie in Arizona und bei den San Francisco 49ers. In den Playoffs setzte man sich jeweils knapp, aber am Ende eben doch souverän gegen die New Orleans Saints und erneut die 49ers durch.

Die Broncos kassierten ihre Pleiten bei der Rückkehr von Manning nach Indianapolis, beim verrückten Comeback-Sieg der Patriots in Foxborough sowie daheim gegen San Diego. In der Postseason entledigte man sich dann mit Leichtigkeit der Chargers und Patriots.

Personal

Nahezu alle Spieler, die auf der Kippe standen in den letzten Wochen, sollten mitwirken können. Auf Seiten der Seahawks bedeutet dies, dass Wide Receiver Percy Harvin nach überstandener Gehirnerschütterung und Hüftproblematik aufläuft.

SB48Ebenfalls ziemlich sicher als Starter dabei sein wird Linebacker K.J. Wright, der nach Fußbruch sein Comeback im NFC Championship Game gab. Wenig bis gar nicht trainiert haben zuletzt Receiver Doug Baldwin sowie Running Back Marshawn Lynch, doch dies sei nur eine Vorsichtsmaßnahme, so Head Coach Pete Carroll.

In Denver geht man davon aus, dass Running Back Knowshon Moreno trotz Rippenverletzung spielt. Ebenfalls grünes Licht bekommt der massige Defensive Tackle Terrance Knighton trotz Knieverletzung. Ebenfalls nicht gefährdet sind die Einsätze von Kicker Matt Prater und Defensive Tacke Sione Fua. Beide blieben dem Training Ende letzter Woche wegen einer nicht näher spezifizierten Krankheit fern.

Weniger optimistisch ist man, was Safety Rahim Moore angeht. Er wird wohl auf IR bleiben, nachdem er infolge eines Kompartmentsyndroms im Bein im November bislang noch nicht trainieren konnte. Er wäre theoretisch für den Super Bowl spielberechtigt, wenn man ihn rechtzeitig aktiviert.

Seahawks Offense vs. Broncos Defense

Zugegeben, dieser Vergleich ist nicht halb so interessant wie der der anderen beiden Einheiten der Teams, aber auch hier ist Feuer drin. Seattle versteht sich als klares Run-First-Team. Folglich werden sie wieder voll und ganz auf Marshawn Lynch vertrauen. Dem setzen die Broncos jedoch eine massive Laufverteidigung entgegen, die in den bisherigen Playoffs eine sehr gute Figur abgab gegen einen Ryan Mathews – wenn auch angeschlagen – und nicht zuletzt gegen LeGarrette Blount, der zuvor alles in Grund und Boden lief.

Besonders Terrance Knighton hat großen Anteil daran, dass gegnerische Ballträger meist schon an der Line-of-Scrimmage entscheidend behindert werden. Er reißt Lücken in die Offensive Line und erlaubt es damit auch den Linebackern direkt nachzurücken, wenn er nicht schon selbst den Läufer erwischt. Es wird nun an der Offensive Line hängen, ob Lynch den üblichen Platz zum Laufen bekommt. Nimmt er dann einmal Fahrt auf, stoppen ihn mitunter auch fünf Gegenspieler nicht. Es wird interessant zu sehen, ob man anfangs verstärkt auf Option-Keeper durch Russell Wilson setzt, um den Fokus von Lynch ein wenig zu nehmen.

Ein weiterer Punkt wird sein, ob Wilson für seine Scramble-Manöver die nötige Zeit und den Platz bekommt. Die 49ers etwa hatten ihn gerade am Anfang im Griff und ließen ihn nicht aus der Pocket. Später gelang es ihm dennoch. Die Frage ist, ob die Defensive Ends Shaun Phillips und Malik Jackson sowie die Linebacker Nate Irving und Danny Trevathan schnell genug sind, um Wilsons Extratouren zu unterbinden. Vieles hängt auch davon ab, wie stabil die Offensive Tackles Russell Okung und Breno Giacomini stehen. Letzterer kann eine Schwachstelle sein.

Im Passspiel wird es zudem darauf ankommen, wie die überschaubare Secondary mit Percy Harvin klarkommt bzw. ob Harvin zur Abwechslung mal ein Spiel mit den Kollegen und nicht vorzeitig beendet. Schafft man es, ihn im Slot zu etablieren, wird es ganz schwer für Denver, das dann auch weniger Fokus auf Golden Tate und Doug Baldwin haben wird. Und wer spielt eigentlich direkt gegen Harvin? Champ Bailey oder doch eher Quinton Jammer? Beides wären keine idealen Matchups für den AFC Champion.

Broncos Offense vs. Seahawks Defense

Das, worauf alle warten, ist das Aufeinandertreffen der besten Offense und der besten Defense der NFL. Und hier ist es! Die Denver Broncos fahren derzeit wie auf Schienen von einem Touchdown zum nächsten. Auf der anderen Seiten wartet nun aber die sicherlich größte Herausforderung für das Team von John Fox in der gesamten Saison. Der große Endgegner, wenn man so will.

Alles schaut natürlich auf Peyton Manning und wie es ihm gelingt, seine zahllosen Waffen im Passspiel gegen die „Legion of Boom“ einzusetzen. Superstar-Corner Richard Sherman hat bereits angekündigt, dass man gar nicht erst versuchen wird, seine Coverages zu verschleiern, was gegen Manning eigentlich unabdingbar ist. Und man möchte es ihm auch abnehmen, denn ob der gegnerische QB nun weiß, was kommt oder nicht, dürfte wenig Einfluss auf die Reaktion der Seahawks haben. Es gilt zunächst folgender Grundsatz: Pässe auf die Seite oder auch nur in die generelle Nähe von Sherman sind tunlichst zu vermeiden. Colin Kaepernick hielt sich einmal nicht dran und schon war der Ball – und das Spiel – weg. Allerdings scheut Manning nicht unbedingt vor solchen Herausforderungen zurück, wovon sein Teamkollege Champ Bailey öfters profitierte in der Vergangenheit.

Spannend wird in jedem Fall sein, ob Carroll Sherman auf einen bestimmten Receiver – Demaryius Thomas wäre die naheliegende Wahl – ansetzt oder er einfach seine linke Seite beackern wird. Damit wäre hauptsächlich Eric Decker sein Gegenspieler. Das hieße, dass Byron Maxwell oder Walter Thurmond III für die Bewachung von Thomas zuständig wären. Die sind ebenfalls gut in ihrem Job, aber nicht auf einem Level mit Nummer 25. Wer auch immer von den beiden übrig bleibt, spielt Nickel gegen Wes Welker. Wie schon in den letzten Spielen wird auch dieses Mal Julius Thomas der entscheidende Faktor auf dem Papier sein. Der junge Tight End schafft es immer, freizustehen, wenn es zählt. Nun trifft er auf K.J. Wright und sicherlich häufiger auf Safety Kam Chancellor, der bereits gegen Vernon Davis glänzte.

Abgesehen von der Coverage stellt sich außerdem die Frage, wie die bislang wenig geprüfte O-Line vor Manning mit der imposanten D-Line zurechtkommt. Im Grunde stehen da acht mehr oder minder gleichwertige Spieler zur Verfügung, die zum einen die Mitte dicht halten und zum anderen im Pass Rush kaum zu halten sind. Typisch für die Seahawks ist es, dass sie wenig blitzen. Normalweise reichen die vier Männer ganz vorne, um den Quarterback in Bedrängnis zu bringen, was natürlich die Coverage umso effektiver gestaltet.

Von den acht stehen allerdings nur jeweils vier auf dem Platz und um zu unterbinden, dass Seattle beliebig durchwechselt, um alle frisch zu halten, dürfte Peyton wohl zeitig auf No-Huddle gehen. Dennoch ist das ein Schlüssel zum Sieg: Wer den Kampf an der Line gewinnt, hat gute Karten im Spiel.

Das gilt natürlich auch fürs Laufspiel der Broncos, in dem Knowshon Moreno und Montee Ball ordentliche Leistungen zeigten in den Playoffs. Um den Pass Rush abzuschwächen, müssen sie aber schon eine Schippe drauflegen. Besonders dann wenn Linebacker Bobby Wagner erneut so omnipräsent übers Feld pflügt wie gegen San Francisco.

Special Teams

Beide Teams verfügen über starke Returner und das selbst wenn Harvin nach seinen ganzen Verletzungen dafür wohl nicht infrage kommt. Doug Baldwin und Golden Tate können ebenfalls effektiv den Ball zurücktragen. Gleiches gilt für Trindon Holliday und Eric Decker auf Seiten der Broncos.

Bemerkenswert ist es allerdings, dass die Punt-Coverage der Seahawks bei acht Punts kein einziges Yard abgegeben haben, was für eine exzellente Hang-Time von Jon Ryan und große Disziplin des Cover-Teams spricht. Sein Gegenüber Britton Colquitt durfte in den Playoffs erst einmal ran und verursachte einen Touchback.

Was die Kicker angeht, haben beide starke Saisons gespielt. Matt Prater hat sogar mit 64 Yards einen neuen Allzeit-Rekord aufgestellt, wenn auch „nur“ in Denver. In den Playoffs versenkte er fünf von sechs Schüssen. Steven Hauschka ist bisher perfekt in der Postseason (6/6), zumal er seine Grenzen kennt und den Mut mitbringt, einen Kick zu verweigern, wenn die Distanz zu groß wird. So gesehen im Championship Game, woraufhin dann Wilson einen tiefen Touchdown-Pass auf Baldwin bei einem vierten Versuch warf.

Prognose

Das berühmte Sprichwort besagt: „Offense wins Games, Defense wins Championships.“ Wenn es danach geht, gewinnen natürlich die Seahawks. Aber es ist eben auch wieder nur ein Spiel, über das wir hier reden. Und das spräche für Denver.

Historisch betrachtet trifft erstmals seit 1990 wieder die Top-Offense auf die Top-Defense der NFL im Super Bowl. Damals besiegten die New York Giants (Top-Defense) die Buffalo Bills. Aber da sah die Welt noch ganz anders aus.

Dieses Spiel nun wird hochklassig und wahrscheinlich erst ganz am Ende entschieden. Allerdings wird man das Gefühl nicht los, dass die Saison für Denver vielleicht zu glatt lief. Sie haben ein paar Spiele verloren, aber auch durch eigene Fehler. Doch so richtig geprüft wurden sie selten und gar nicht in den Playoffs. Die Seahawks hingegen mussten phasenweise richtig kämpfen und hatten enge Duelle in den letzten zwei Partien. Zudem wirken sie körperlich stärker als die sonstigen Teams der NFL.

Jemand hat auf Twitter vor kurzem dieses Duell mit einem Bowl-Game im College verglichen, bei dem ein Big-12-Team wie Denver alles weggehauen hat und dann gegen Alabama staunend feststellt, wie groß und schnell die doch sind. Zu dieser Erkenntnis könnten nun auch die Broncos gegen Seattle kommen. Seattle gewinnt das Spiel knapp.

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