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Neuer Insider

  • TERESF
    registriert am 08.11.2017

Die Regeländerungen für 2011

twifDie Free Agency, die eigentlich jetzt in vollem Gange sein sollte, muss weiter zurückstehen und wird wohl aufgrund des Lockouts so schnell auch nicht starten. Dies hielt die Besitzer der 32 Teams aber nicht davon ab, ihr jährliches Meeting abzuhalten. In New Orleans, LA wurden Anfang der Woche wichtige Entscheidungen gefällt, darunter die über eine Änderung der Kickoff-Regeln.

Willkommen zu This Week in Football. In der heutigen Ausgabe diskutiere ich die gerade beschlossenen Regeländerungen. Außerdem gibt es ein kleines Update zur aktuellen Lage bzgl. des Lockouts in der NFL.

Kickoff

Nach Einschätzung der Wettbewerbskommission der Liga, passieren die meisten schweren Verletzungen beim Kickoff-Return. Wir alle erinnern uns sicher noch an Kevin Everett von den Buffalo Bills, der 2007 während eines Kickoff-Returns schwer an der Wirbelsäule verletzt wurde und froh sein kann, heute ein halbwegs normales Leben zu führen. Im vergangenen Jahr ereilte den College-Spieler Eric LeGrand von der Rutgers University ein ähnliches Schicksal. Er ist seither vom Hals abwärts gelähmt.

Dies sind zwar nur Einzelfälle, sie müssen aber abschreckend genug gewesen sein, um die Regeln anzupassen. Deshalb werden Kickoffs nun etatmäßig von der 35-Yard-Linie ausgeführt, anstatt wie bisher von der 30. Es ist eine Rückkehr zur alten Regel, denn bis 1994 war die 35 die Kickoff-Linie. Der Sinn dahinter ist, die Häufigkeit der Kickoff-Returns zu verringern, denn fünf Yards näher zur Endzone sollte es mehr Touchbacks geben.

Diese wiederum resultieren weiterhin in ein First Down an der 20-Yard-Linie und nicht an der 25, wie die Kommission ursprünglich empfahl. Die Head Coaches sprachen sich gegen diese Idee aus, da dies dazu führen könnte, dass gute Kicker den Ball besonders hoch kicken, um ihn möglichst nahe der Endzone zu platzieren. Dadurch könnte man das Return-Team möglichst tief in der eigenen Hälfte stoppen. Dies würde jedoch wieder das Verletzungsrisiko erhöhen. Daher bleibt bei der 20-Yard-Linie nach dem Touchback.

Um aber Returns nicht quasi komplett aus dem Spiel zu nehmen, wurde auch der Anlauf des Return-Cover-Teams verkürzt. Bislang durfte das Kick-Team einen laufenden Start von 15 Yards bis zum Kick haben, nun müssen sie sich mit fünf Yards begnügen. Die Theorie ist, dass dadurch weiterhin Raum für Returns besteht. Zudem dürfen die Return-Spieler weiterhin Zwei-Mann-Keile zum Blocken bilden.

Wie sich das alles in der Praxis auswirkt, wird sich zeigen, aber auf den ersten Blick werden dadurch Teams bevorteilt, deren Kicker den Ball sehr weit schießen können. Ich denke da etwa an Billy Cundiff von den Ravens, der schon von der 30-Yard-Linie durch die Stangen schießen kann (mit Rückenwind)…

Replay

Auch der Videobeweis wird in Zukunft ein wenig anders eingesetzt. Die Coaches haben weiterhin die Chance, von sich aus Challenges zu beantragen. Dies erfolgt wie gehabt im 2+1-Prinzip. Zwei Challenges pro Spiel plus einer möglichen dritten, wenn die ersten beiden erfolgreich waren.

Neu ist nun, dass von jetzt an alle Spielzüge, die zu Punkten führen oder geführt hätten, grundsätzlich automatisch überprüft werden durch den Replay Official. Diese Idee stammt aus dem College Football. Allerdings trifft auch weiterhin der Schiedsrichter auf dem Platz die Entscheidung, anders als im College, wo dies der Videoschiedsrichter tut.

Im Grunde heißt das, dass bei Punkten die gleiche Situation eintritt wie bei allen Spielzügen innerhalb der letzten zwei Minuten einer Halbzeit und einer möglichen Verlängerung. Coaches können ihre Challenges in Zukunft also für Spielzüge aufsparen, die nicht zu Punkten führen.

Boise State Rule

Darüber hinaus stellte man sicher, dass Teams nicht einfach so die Farbe ihres Spielfeldes ändern können. Die Boise State Broncos spielen bekanntlich auf blauem Kunstrasen, dem sog. „Smurf Turf“ (Smurfs = Schlümpfe). Die NFL schließt eine solche Farbwahl zwar nicht grundsätzlich aus, jedoch wird ein solcher Schritt in Zukunft individuell genehmigt werden müssen.

Lockout Update

Die Anhörung in Minnesota ist für den 6. April angesetzt. Die NFL wiederum hat nun darauf plädiert, diese Anhörung und jegliche Entscheidung zum Antrag der Spieler auf einstweilige Verfügung gegen den Lockout so lange aufzuschieben, bis das National Labor Relations Board (NLRB) die Beschwerde der NFL gegen die NFLPA verhandelt hat.

Die NFL hatte nämlich schon lange vor dem Lockout und vor der Auflösung der NFLPA geklagt, dass eine Auflösung der Gewerkschaft nur zum Schein getätigt würde, um die eigene Verhandlungsposition zu stärken. So wie die NFLPA derzeit – als Handelsgesellschaft – auftritt, erscheint das nicht so abwegig.

Sollte nämlich das NLRB der NFL Recht geben und somit die Auflösung der NFLPA als nicht rechtskräftig ansehen, wäre die Kartellklage der Spieler hinfällig, denn dann würde die NFLPA noch bestehen und könnte gemäß des alten Collective Bargaining Agreements (CBA) erst in ca. sechs Monaten eine Kartellklage einreichen.

Im Übrigen erklärte nun die NFL, dass sie nicht über ein neues CBA verhandeln wird, solange es keine Gewerkschaft zum verhandeln gebe. Mit einer Gruppe von Anwälten der klagenden Spieler werde man sich nicht zusammensetzen.

Fazit: Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis Bewegung in diese Geschichte kommt.

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