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Neuer Insider

  • TERESF
    registriert am 08.11.2017

Das Gericht lässt sich Zeit

twifEs mag zwar weiterhin keine Fortschritte geben im anhaltenden Arbeitskampf zwischen den 32 Teams der NFL und den Spielern, doch wenigstens wurde nun der erste Gerichtstermin abgehalten. Zu einem Ergebnis führte dies noch nicht, vielmehr wurden die Befürchtungen derer bestätigt, die von einem langwierigen Prozess ausgingen.

Willkommen zu This Week in Football. Am gestrigen Mittwoch war die Anhörung zum Antrag einiger Spieler auf Einstweilige Verfügung gegen den Lockout der NFL. Und wie erwartet gab es keine schnelle Entscheidung vor Gericht. Dies wiederum hat weitreichende Konsequenzen, die in dieser Kolumne dargestellt werden sollen.

Die Anhörung

Den Vorsitz im Bezirksgericht in St. Paul, MN, hatte Richterin Susan Nelson, die sich über knapp vier Stunden mit beiden Parteien beschäftigte. Ich will jetzt gar nicht groß auf den Prozessverlauf eingehen, da mir dazu einfach das rechtliche Knowhow fehlt, daher beschränke mich auf die wesentlichen Punkte.

Zunächst einmal sollte erwähnt werden, was das Hauptargument der Spieler war. Sie sehen durch den Lockout ihr eigenes und das Wohl ihrer Familien gefährdet. Solange diese Situation anhalte, werde ihnen die Möglichkeit genommen, ihrem Beruf nachzugehen und somit Einnahmen zu erzielen.

Die Liga wiederum hat dem Vernehmen nach hauptsächlich darauf hingewiesen, dass eine Entscheidung in diesem Fall vertagt werden müsse, da zunächst einmal über die Auflösung der NFLPA an sich vor dem National Labor Relations Board entschieden werden müsse.

Die Richterin hinterfragte wiederholt, ob ein Lockout ohne das Vorhandensein einer Gewerkschaft überhaupt arbeitsrechtlich zulässig sei. Doch eben dieser Punkt ist schon deshalb strittig, weil die NFL anfechtet, dass die Auflösung der Gewerkschaft überhaupt rechtens ist.

Des Weiteren wollte Nelson wissen, warum sich beide Parteien nicht mehr in Mediation befinden. Das führte letztlich auch dazu, dass sie beiden Seiten nahelegte, Verhandlungen in einem weiteren Mediationsprozess wiederaufzunehmen. Dieses Mal allerdings in einem Gerichts-ähnlichen Format.

Ein Urteil sprach sie allerdings nicht aus und gab an, sich dafür erst einmal ein paar Wochen Zeit zu nehmen. Ein paar Optimisten hatten eine schnelle Entscheidung im Vorfeld für möglich gehalten.

Konsequenzen

Die Konsequenzen dieser Entscheidung und der des NLRB – wann immer dieses tagen wird – haben ohnehin schon weitreichende Folgen. Doch nun kommt auch der Faktor Zeit ins Spiel. Der NFL-Draft ist nur noch drei Wochen entfernt und im Idealfall sollte dann zumindest Klarheit über die Gültigkeit des Lockouts herrschen. Ansonsten gäbe es definitiv keine Trades, die Spieler involvieren.

Gestern machte das Gerücht die Runde, die Minnesota Vikings hätten sich mit den Philadelphia Eagles über Kevin Kolb unterhalten und wären bereit, ihren diesjährigen Erstrundenpick im Tausch nach Pennsylvania zu schicken. Bleibt der Lockout bestehen, fiele dieses Geschäft ins Wasser.

Doch selbst wenn der Lockout gekippt würde, hieße dies nicht zwingend, dass etwaige Trades – Kolb zu den Vikings ist nur ein Beispiel – überhaupt möglich wären. Es gibt weiterhin kein neues Collective Bargaining Agreement (CBA), das solche Geschäfte ermöglicht. Ohne CBA stünde wohl das Kartellrecht im Weg, sollte ein Spieler, der in ein solches Tauschgeschäft verwickelt wäre, diesem nicht zustimmen und klagen.

Außerdem betrifft der Lockout, bliebe er bestehen, auch den Draft direkt. Normalerweise stehen Teams immer vor der Entscheidung, ob sie Spieler wählen, die sie aktuell dringend benötigen oder aber Spieler, die einfach den höchsten Wert zu einem bestimmten Punkt im Draft haben. Viele ziehen in den frühen Runden gerne den besten verfügbaren Spieler, egal ob auf dessen Position gerade Bedarf besteht oder nicht.

Dieses Mal könnte jedoch die Strategie sehr einseitig sein, gerade was die schwächeren Mannschaften angeht. Sie müssen wohl nach Bedarf auswählen, denn wo sonst sollten sie Spieler herbekommen ohne Free Agency? Die Free Agency wird sicherlich irgendwann starten, doch wohl erst kurz vor Saisonstart, was eine große Hektik erzeugen könnte. Und dann ist auch nicht klar, ob man seinen Wunschspieler bekommt. Im Draft hätte man wenigstens, was das angeht, weniger Probleme.

Aber auch wenn die Entscheidung zum Lockout noch vor dem Draft käme, ist die Chance groß, dass die unterlegene Partei das Urteil anfechten würde. Und selbst danach bliebe immer noch die nächst höhere Gerichtsinstanz. Beide Parteien haben sich durch den Gang vor Gericht keinen Gefallen getan, denn nun sind sie dem trägen Zeitplan der Justiz ausgesetzt.

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