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  • TERESF
    registriert am 08.11.2017

Schwalben im Football?

twifAm letzten Wochenende flogen die Schwalben tief in der NFL und gerade in den Meadowlands von East Rutherford, NJ. Nur, gibt es eigentlich Schwalben in den USA und beim Football? Und wenn ja, tragen sie immer blau?!

Willkommen zu This Week in Football. Leider befasse ich mich heute mit einem eher müßigen Thema, das eigentlich im Football bislang kaum Erwähnung fand. Es geht darum, dass Spieler Verletzungen vortäuschen.

Schwalben in der NFL

Wenn wir hierzulande von Football reden, dann meinen wir in der Regel American Football. Nicht Fußball! Die Vermutung liegt also nahe, dass da am letzten Spieltag eine Verwechslung vorgelegen haben muss. Denn Schwalben gehören bekanntlich – leider Gottes – zum Fußball, nicht zum Football!

Dennoch scheinen sie jetzt auch ihren Weg über den großen Teich gefunden zu haben. Allerdings nicht, um Fouls zu schinden. Vielmehr soll diese unsportliche Angewohnheit von einigen Spielern zur Störung des Spielflusses beim Gegner angewandt worden sein. Speziell im Monday Night Game zwischen den St. Louis Rams und New York Giants sorgte dies für Aufregung.

Safety Deon Grant und Linebacker Jacquian Williams sanken zufälligerweise in Situationen zu Boden, in denen die Rams ihre No-Huddle-Offense spielten. Ein solches Vorkommnis hat zur Folge, dass Schiedsrichter das Spiel unterbrechen, damit ein betroffener Spieler behandelt werden kann. Anschließend muss der Spieler mind. einen Spielzug lang aussetzen. Es ist eine Praxis, die mit Fußball vergleichbar ist. Dort muss ein Spieler, der auf dem Feld behandelt wird, auch erst einmal das Spielfeld verlassen.

Das Problem für eine Defensive bei der No-Huddle-Offense ist, dass Auswechslungen untersagt sind. Solche würden den Spielfluss des Teams stören, das sich in Ballbesitz befindet. Wenn nun aber plötzlich auf eine Formation gewechselt wird, für die die Defense nicht das passende Personal hat, kommt es zu Schwierigkeiten. Eine Unterbrechung ist dann also hilfreich. Passiert das zu Spielbeginn, will man natürlich keine Timeout verbraten. Insofern erscheint das Vortäuschen einer Verletzung durchaus als probates Mittel. Und damit es nicht zu einer sportlichen Schwächung führt, machen es eben Ersatzspieler.

Natürlich gibt es häufiger echte Verletzungen, die Unterbrechungen nötig machen. Aber wenn ein Spieler nach dem folgenden Spielzug schon wieder quietsch fidel aufs Feld spurtet, spricht das nicht unbedingt für die Glaubwürdigkeit des Spielers. Und dieser Fakt stieß auch den Rams am Montag übel auf. Sie planen gar, eine offizielle Beschwerde bei der NFL einzureichen.

Die Frage ist, wie man solch ein Verhalten unterbinden kann. Im Fußball gibt es für Schwalben Gelbe Karten. Ebenso besteht die Möglichkeit, verloren gegangene Zeit nachzuholen. Beides gibt es im Football nicht. Und selbst eine nachträgliche Flagge für Zeitspiel ist schwer zu rechtfertigen. Wer bürgt dafür, dass der Spieler nicht doch verletzt war?

Eine Idee wäre, die Regelung der letzten zwei Minuten einer Halbzeit aufs ganze Spiel auszuweiten. D.h. man würde die medizinischen Auszeiten abschaffen und dem Team in solchen Fällen generell eine Timeout abziehen. Das Problem hier ist jedoch, dass sich genügend Spieler während eines Spiels wirklich verletzen und so wären Timeouts auch schnell aufgebraucht.

Man könnte natürlich darüber nachdenken, Spieler, die behandelt wurden, länger als einen Spielzug gewissermaßen zu sperren. Dagegen spricht, dass ein Leistungsträger evtl. über die Gebühr ausfiele, wenn er wirklich nur kurz behandelt werden müsste.

Was eindeutig erscheint in dieser Sache ist, dass es schwer wird, diese Unart einzudämmen. Egal wie es betrachtet wird, es gibt leider zu viele negative Aspekte einer schärferen Regelung von Verletzungen oder Nicht-Verletzungen auf dem Spielfeld. Es bleibt zu wünschen, dass die Vernunft und der Sportsgeist der Spieler am Ende siegen und sowas unterlassen wird. Allein der Glaube daran fehlt mir.

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