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  • TERESF
    registriert am 08.11.2017

Von Schiedsrichtern und Nachzüglern

twifDie Saison 2012 ist eröffnet und zum Start gibt es gleich ein paar heiße Themen. Über allem schwebt natürlich die leidige Debatte um die Aushilfsschiedsrichter, da die Etablierten von der NFL ausgeschlossen sind. Sportlich wird es spannend zu sehen, wie sich die zwei bekanntesten Nachzügler, Mike Wallace und Maurice Jones-Drew, mit großem Trainingsrückstand schlagen werden.

Willkommen zu einer Sonderausgabe von This Week in Football. Es ist die erste Ausgabe der neuen Spielzeit und blickt unter anderem auf die Schiedsrichter, die mindestens mal in Woche eins aktiv sein werden.

Aushilfsschiedsrichter

Die größte Story dieser Tage in der NFL ist die Schiedsrichtersituation. Die Schiedsrichter-Gewerkschaft NFLRA wurde von der NFL mangels gültigem CBA ausgesperrt. Um die Gewerkschaft unter Druck zu setzen und um den eigenen Spielbetrieb nicht zu stören, setzt man daher seit Beginn der Preseason auf Aushilfskräfte.

Diese können im Grunde von überall herkommen. Sei es Division-I-AA-College-Schiedsrichter, Leute aus der CFL oder AFL und selbst aus der Lingerie Football League wurde einer rekrutiert. Müßig zu erwähnen, dass all diese Ligen teils grundlegend andere Regeln haben im Vergleich zur NFL. Auch ist das Interesse an diesen Veranstaltungen nicht mal im Ansatz zu vergleichen.

In der NFL geht es um so wahnsinnig viel mehr als in all den anderen Ligen, dass der Druck auf die Schiedsrichter und letztlich die Liga immens werden wird, wenn etwas schiefgeht. Wie es laufen könnte, demonstrierten die Replacements in den vergangenen Wochen des Öfteren. Sehr beliebt waren etwa übersehene, aber vollkommen offensichtliche Holding-Strafen. Mein persönliches Highlight war aber eine Strafe im Spiel zwischen den Giants und Patriots.

Es gab einen Punt und dann zwei Strafen – doch gegen wen und wofür eigentlich? Das Gespann benötigte ca. fünf Minuten und insgesamt drei Ansagen des Referees, um diese Entscheidungen zu treffen. Und selbst danach war noch nicht so ganz ersichtlich, was nun geahndet wurde. Man stelle sich vor, dies passiert in Woche eins irgendwo. Oder noch schlimmer: Ein Schiedsrichter-Anfänger-Fehler entscheidet gar über Sieg oder Niederlage. Wir alle wissen, dass ein Sieg in der NFL über den Ausgang einer ganzen Saison entscheiden kann. Das Geschrei wäre jedenfalls groß.

Und so droht der Schuss der NFL, die Schiedsrichter unter Druck zu setzen, gewaltig nach hinten loszugehen. Den größten Druck hat in diesem Streit eindeutig die Liga, nicht die Gegenpartei. Das Produkt NFL wird mit mangelhaften Offiziellen auf dem Rasen gefährdet. Und dieser Zustand darf sich nicht über die Gebühr in die Länge ziehen.

Holdout-Nachzügler

Wie im Grunde jedes Jahr gibt es auch diese Saison wieder Spieler, die nach einem längeren persönlichen Streik verspätet zu ihren Teams zurückkehren. In dieser Spielzeit sind die namhaftesten Nachzügler Mike Wallace von den Steelers und Maurice Jones-Drew von den Jaguars.

MJD
Maurice Jones-Drew - Foto von PDA.Photo (CC-BY-ND)

Während Wallace am Ende doch zähneknirschend seinen Erstrunden-Tender unterschrieb, blieb „Might Mouse“ auf seinem ohnehin schon lukrativen Vertrag sitzen. Im Endeffekt wollten beide mehr Geld und haben es nicht bekommen. Im Fall von Jones-Drew steht sogar im Raum, dass er für sein Nichterscheinen ca. eine Million Dollar an Vertragsstrafe zahlen müsse. Die Entscheidung liegt jedoch beim Team. Wallace hingegen drohen keine Konsequenzen, da er nicht unter Vertrag stand.

Unter dem Strich haben beide kein Trainingscamp absolviert. Der letzte Running Back, der das gemacht hat, war Chris Johnson von den Titans im letzten Jahr. Er bekam seinen neuen Vertrag, spielte dann aber eine eher durchwachsene Saison. Er war merklich lange nicht voll fit. Man darf also gespannt sein, wie MJD diesen Umstand handeln wird.

Im Fall von Wallace erscheint der Rückstand nicht ganz so tragisch. Er lebt von seinem Speed und den wird er über den Sommer nicht verloren haben. Ben Roethlisberger kennt er ohnehin gut und insofern sollte er gleich wieder einschlagen.

Lobend erwähnen muss man in jedem Fall, dass beide betroffenen Teams ein Zeichen setzten und nicht kleinbeigaben, wie es viele andere Teams getan haben bzw. wieder tun werden. Die Jaguars schicken die Nachricht, dass sie nicht gewillt sind, kürzlich ohnehin schon lukrativ verlängerte Verträge mittendrin zu verändern. Diese Praxis ist mittlerweile zur Unsitte geworden in der Liga.

Und Wallace hätte zwar einen besseren Vertrag verdient, aber es ist das gute Recht des Teams, ihn finanziell leichter mit dem Erstrunden-Tender zu halten. Und er musste ja früher oder später aufkreuzen, denn hätte er das nicht getan, wäre sein Free-Agent-Status im kommenden Jahr gefährdet gewesen.

An der Standhaftigkeit dieser beiden Organisationen können sich einige andere Teams eine Scheibe abschneiden. Es kann nicht sein, dass jeder Spieler, wenn er sich wie ein kleines Kind schmollend in die Ecke setzt, sofort mehr Geld bekommt, einfach weil er das so will. Unter anderem wegen dieser Vorgehensweise herrscht bei nahezu jeder CBA-Verhandlung in NBA und NHL immer wieder Krieg zwischen Liga und Gewerkschaft.

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