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  • TERESF
    registriert am 08.11.2017

Chancengleichheit in der NFL ein Mythos?

twifDie NFL verweist seit jeher mit Stolz auf seinen starken Wettbewerb, seine Chancengleichheit und seine sportliche Ausgeglichenheit.

Schaut man sich jedoch das Starterfeld für Championship Sunday an, kommt es dem geneigten Zuschauer doch arg bekannt vor.

Drei der vier teilnehmenden Teams standen bereits im letzten Jahr im jeweiligen Championship Game: Die New England Patriots, Baltimore Ravens und San Francisco 49ers. Ist das Zufall oder ist es doch nicht so weit her mit der propagierten Chancengleichheit?

Letztmals ergab sich diese Konstellation nach der Saison 1992. Damals wiederholten die Buffalo Bills, Dallas Cowboys und San Francisco 49ers ihren Trip in die Vorschlussrunde. Seither gab es deutlich mehr Abwechslung in dieser Hinsicht. Was sind also die Gründe für dieses Ergebnis?

AFC

In der AFC mag es nicht überraschen, dass sich am Sonntag erneut die Patriots und Ravens in Foxborough, MA, gegenüber stehen. Diese beiden wurden zusammen mit den Texans am häufigsten als Favoriten ausgerufen vor der Saison.

Überhaupt trennte die Ravens damals nur ein Field Goal von einer Verlängerung – die Patriots zwei Wochen später nur ein Catch von Wes Welker vom Super-Bowl-Triumph. Wir haben es hier also mit den am besten aufgestellten Teams zu tun.

NFC

Was für die Patriots und Ravens gilt, das gilt auch für die 49ers! Ihnen wurde der Trip nach Indianapolis nur durch massive eigene Fehler wie den Ballverlusten von Ryan Williams bei Returns verwehrt.

Auch sie hätten mit etwas mehr Glück ihr Spiel gegen die Giants gewinnen müssen. Folglich ist das jetzt nur eine Bestätigung der Stärke des Vorjahres.

Gleiches Ergebnis, andere Umstände

Die drei Teams sind da, wo sie schon im Vorjahr waren. Der Weg dorthin war jedoch ein ganz anderer. Nehmen wir San Francisco. Im letzten Jahr stand noch ihre starke Defense im Vordergrund. Hinzu kam ein starker Game-Manager in Alex Smith, der dann und wann das Tempo auch anzuziehen wusste. In diesem Jahr setzt man auf den dynamischen Colin Kaepernick, der nicht zuletzt gegen die Packers eine Galavorstellung ablieferte und damit ganz großen Anteil am Erfolg seines Teams hat.

Mit Kaepernick permanent auf dem Feld hat Coach Jim Harbaugh essentiell die komplette Philosophie seiner Offensivabteilung verändert. Ein mutiger Schritt, doch der Erfolg gibt ihm soweit Recht. Und für die Zukunft wird Kaepernick allemal von dieser Spielzeit profitieren.

Die Ravens absolvierten eine für sie eher atypische Saison. Ihre Defense ist die schwächste, die sie seit Jahren aufgeboten haben. Dafür scheint ihre Offense mehr Big Plays zu fabrizieren als jemals zuvor. Das Divisional Game gegen Denver war Anschauungsunterricht auf dem Gebiet. In der Vorsaison glänzte noch die Defensive, während die Offense eher dosiert zu Werke ging.

Und die Patriots? Die haben wohl erstmals seit 2004 wieder ein vorzeigbares Laufspiel. Und somit bekam Tom Brady eine gefährliche Option mehr, die ihn dann und wann auch mal entlastet. Eine solche Möglichkeit bestand im letzten Jahr noch nicht. Außerdem verfügt man nun mit Brandon Lloyd wieder über einen fähigen Outside-Receiver. Ebenfalls etwas, was 2011 noch vermisst wurde. All das macht dieses Team schwerer auszurechnen und ermöglicht es auch, einen Ausfall wie den von Rob Gronkowski zu kompensieren. Zudem wurde die Defensive personell ordentlich verstärkt.

Falcons „ersetzen“ Giants

Die New York Giants schlossen die Saison mit dem gleichen Ergebnis wie im Vorjahr ab: 9-7. Ihr Problem in dieser Saison? Dieses Mal war doch jemand besser – oder nicht noch schlechter. Die Giants haben sich bereits 2011 regelrecht durchgemogelt mit teilweise unterirdischen Vorstellungen. Wasser auf die Mühlen derer, die sagen, dass der Erfolg im Vorjahr auf purem Glück basierte.

Die Falcons wiederum haben erstmals seit Mike Smith und Matt Ryan in der Stadt sind, ihr Potential auch in den Playoffs genutzt. Auch wenn es sehr, sehr eng wurde gegen Seattle, sah man doch, wie gut dieses Team sein kann. Sie haben im Grunde nur das nachgeholt, was man besonders vor zwei Jahren liegen gelassen hatte.

Ungleichheit beim Coaching

Man darf argumentieren, dass die Rückkehrer ins Championship Game ihr ohnehin schon starkes Spiel angepasst haben. Anpassung ist auch ein wichtiger Faktor, wenn man in der NFL Erfolg haben will. Und hier kommen die Coaches ins Spiel. Diese müssen auf Entwicklungen im Sport und Entwicklungen im Spiel reagieren.

Das beste Beispiel, wie es nicht geht, gaben uns die Denver Broncos unter der Leitung von John Fox! Die Ravens setzten nicht etwa auf einen exorbitant raffinierten Game Plan. Nein, sie liefen in frühen Downs und versuchten dann öfter den tiefen Pass auf Torrey Smith. Originell? Nein. Aber es hat funktioniert und zwar mehrfach. Und auch wenn der Gegenspieler Champ Bailey war, hätte ein guter Trainerstab hier Gegenmaßnahmen ergriffen und etwa einen Safety zur Unterstützung heranbeordert. Das geschah nicht und so wurde Bailey weiter in Bedrängnis gebracht.

Das ist ein aktuelles Beispiel. Die gesamte Saison machte jedoch deutlich, dass gutes Coaching eben nicht im Überfluss vorhanden ist. Es ist kein Zufall oder Wink des Schicksals, dass ein Bill Belichick nun schon sein siebtes Championship Game seit Amtsantritt 2000 bestreitet oder seit 2001 nur einmal an der Zehn-Siege-Marke scheiterte.

Genauso wenig ist es Zufall, dass John Harbaugh in fünf Jahren in Baltimore stets die Postseason erreicht hat. Und die Katastrophensaison der New Orleans Saints dürfte auch direkt auf die Abwesenheit von Sean Payton zurückzuführen sein.

Teambuilding

Ein weiterer Aspekt ist die Zusammenstellung der Teams. Durch das Draftsystem und die einzige feste Salary Cap im gesamten US-Sport besteht hier absolute Chancengleichheit. Aber auch dieser Aspekt ist nicht einfach zu meistern. Hier kommt es aufs Scouting an und auf Spielerevaluation. Und auch hier kann man recht deutlich sehen, wer in dem Bereich einen guten Job macht und wer nicht.

Die Idee hinter dem Draft ist ja, dass sich schwache Teams durch den Draft wieder nach oben arbeiten können. Doch wenn man betrachtet, was z.B. die Jacksonville Jaguars oder Kansas City Chiefs aus ihren zumeist hohen Picks der letzten Jahre gemacht haben, dann sieht man, dass dieser Prozess schwierig ist.

Andere Teams wiederum finden Juwelen in späteren Runden. Die Saints holten ihren Top-Receiver Marques Colston einst in Runde sieben, Brady kam in der sechsten Runde zu den Patriots. Die Bengals haben vor der Saison Vontaze Burfict – einer ihrer Leistungsträger – erst nach dem Draft verpflichtet. Warum übersehen nahezu alle Organisationen solche Spieler?

Qualität wird belohnt

Das System ist gut, die Leute, die es nutzen, aber nicht durchweg. Das ist sicher der Hauptgrund, warum einige Teams konstant im Keller ihr Dasein fristen, während andere fast jedes Jahr dabei sind, wenn die Lorbeeren verteilt werden.

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