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    registriert am 08.11.2017

Game Review - Madden NFL 11

ea_sportsViele Vorgänger-Versionen von „Madden NFL“ wurden immer wieder als Revolution des Sport-Spiel-Genres angekündigt, doch am Ende wirkte das Spiel meist ein wenig hölzern. In diesem Jahr fuhr man die euphorische Presse ein wenig zurück und konzentrierte sich eher auf das Wesentliche. Heraus kam dabei ein Spiel, dass rein optisch weiter verbessert wurde und spielerisch runder wirkt.

Wie das im Einzelnen aussieht und was die Besonderheiten an „Madden NFL 11“ sind, versucht dieser Artikel darzustellen. Außerdem verlosen wir ein Exemplar des Spiels Madden NFL 11 wahlweise für die Playstation 3 oder Xbox 360.

Spielmodi

Zunächst werfen wir einen Blick auf die einzelnen Spielmodi, die im Vergleich zu den Vorgängerversionen leicht erweitert wurden. Die Oberbegriffe sind Play Now, Madden Moments Live, Franchise Mode, Madden Moments, Practice, Mini Games, Virtual Trainer sowie Be an NFL Superstar.

Play Now

Play Now ist nun unterteilt in Exhibition, Super Bowl XLV, AFL und Breast Cancer Awareness. In Exhibition spielt man ganz klassisch ein Freundschaftsspiel zwischen den 32 Teams der Liga. Vorher sind umfangreiche Einstellungen wie Playbook, Schwierigkeitsgrad, Trikots und Präsentationsstil (dazu gleich mehr), Stadion, Startzeit (1:00 pm, 4:15 pm, 8:30 pm) sowie Wetterverhältnisse möglich. Für letztere nutzt man jetzt auch den Live-Feed des Weather Channels, eine Funktion, die man schon aus der NCAA-Football-Reihe von EA Sports kennt.

Super Bowl XLIV ermöglicht es, ohne große Umschweife direkt das große Spiel der Saison zu bestreiten samt spezieller Präsentation. Also einem Cowboys Stadium im Super-Bowl-Gewand samt entsprechenden Logos auf dem Feld – die Teams tragen die Super-Bowl-Patches auf den Jerseys und am Ende gibt es die Lombardi Trophy für den Sieger.

AFL ist ein Feature, dass es bereits bei „Madden NFL 10“, damals noch als zusätzlichen Download, gab. Es ermöglicht es, die acht Original-AFL-Teams zu spielen. Genau genommen spielt man mit den heutigen Versionen der Teams, aber eben mit Originaltrikots und ursprünglichen Namen der Teams. So heißen die New England Patriots dann eben Boston Patriots oder die Tennessee Titans treten als Houston Oilers an etc.

Neu ist der Modus Breast Cancer Awareness. Er ist Teil des zweiten Software-Updates des Spiels. Besitzer der Playstation 3 bekommen dieses automatisch. Wählt man diesen Modus, tragen alle Spieler und Teammitglieder an der Seitenlinie Equipment in Pink, wie es in der NFL im Oktober zu sehen sein wird. Diese Aktion dient dazu, auf Brustkrebs und die Vorsorge dagegen aufmerksam zu machen. Im Übrigen wird dies auch bei den Spielen im Franchise- oder Be-an-NFL-Superstar-Modus im Monat Oktober so sein.

Madden Moments & Madden Moments Live

Madden Moments ist ein unter den Usern recht beliebtes Feature, das nun schon seit einigen Jahren Teil der Serie ist. Man spielt hier große Momente aus der vergangenen Saison nach. Z. B. muss man versuchen, den Last-Minute-Sieg der Broncos gegen Cincinnati zum Saisonauftakt nachzumachen – der abgefälschte Catch von Brandon Stokley muss dabei nicht zwingend reproduziert werden, obwohl es möglich wäre…

Madden Moments Live ist eine Erweiterung dessen. Hier werden Woche für Woche Momente aus der laufenden Saison nachgestellt. Auch dieses Feature ist erst mit Update Nr. zwei verfügbar. Direkt zum Start gibt es ein Paket mit fünf Momenten der Saints aus der letzten Saison.

Franchise Mode

Traditionell gibt es in Madden den Franchise Mode, mit dem man eine oder mehrere Franchises auswählt und bis zu 30 Saisons quasi als General Manager spielt. Der Spieler hat volle Kontrolle über alle Teambelange, wobei natürlich die Zusammenstellung des Teams und das Spielen der Partien im Vordergrund steht. Wie im echten Leben gibt es auch hier Free Agency, Trades und den NFL Draft. Doch leider gelang es auch in diesem Jahr wieder nicht, die Kader realistischer zu gestalten.

Es gibt weiterhin keine „Roster-Cuts“ in der Preseason, „Active-Roster“ sind auch nicht möglich und die Teams bestehen auch nicht aus 53 Spielern, sondern aus 55, die alle am Spieltag eingesetzt werden können. Franchise-Tags sind verfügbar, aber keine anderen ähnlichen Tags wie Transition-Tags oder nicht-exklusive Franchise-Tags etc. Eine Waiver-Liste geschweige denn eine Practice Squad sucht man weiterhin vergebens.

Im Grunde wurde am Franchise Mode seit letztem Jahr nichts verändert. Jedenfalls sind mir keine Änderungen aufgefallen.

Be an NFL Superstar

Hier spielt man entweder einen selbsterstellten Rookie oder übernimmt die Rolle eines beliebigen NFL-Spielers. Diesen spielt man exklusiv und hat demzufolge keinen anderen Spieler während einer Partie unter Kontrolle. Man hat diverse Aufgaben zwischen den Spielen zu erfüllen wie z.B. Trainings oder Werbetermine, Interviews etc. Das Ziel ist es letztlich, sowohl mit dem Team erfolgreich zu sein als auch eine große Karriere hinzulegen mit individuellen Auszeichnungen, um am Ende vielleicht sogar den Gang nach Canton, OH in die Hall of Fame anzutreten.

Auch hier gab es keine merklichen Veränderungen im Vergleich zur Vorversion.

Practice, Mini Games, Virtual Trainer

Genau wie in den Vorgängern, hat man im Practice-Modus die Chance, mit jedem beliebigen Team zu trainieren und die einzelnen Spielzüge einzustudieren. Im Virtual Trainer lernt man das Spiel an sich mit Hilfe einer futuristischen Computersimulation, die scheinbar eins-zu-eins aus der 10er Version übernommen wurde. Und die Mini Games haben sich auch nicht verändert.

Online

In der heutigen Zeit ist Online-Gaming ein ganz wichtiges Thema für viele Konsolen-Besitzer. Und so sieht es auch bei Madden NFL 11 aus. Zunächst einmal bekommt man pro Kopie des Spiels einen persönlichen Code, um Zugang zum Online-Portal zu bekommen. Ist dieser eingegeben, geht es auch schon los. Es gibt die Möglichkeit, direkt gegen irgendwen in der Welt anzutreten oder eben über eine Freundschaftsliste gegen einen bestimmten Spieler zu spielen. Neu ist hier die Möglichkeit des Team Plays.

Team Play ermöglicht es, jeweils bis zu drei User pro Team zu haben, die gegen wiederum drei andere spielen. Dafür kann man auch wieder die Freundesliste nutzen oder sich in der Lobby verabreden. Praktisch sieht das dann so aus, dass die Teams in drei Parts aufgeteilt werden, die jeweils ein User übernimmt. Zur Auswahl stehen QB, RB und WR in der Offensive und DL, LB und DB in der Defensive. QB steht für Quarterback und Offensive Line, RB für Tailback und Fullback und WR für Wide Receiver und Tight Ends. In der Defense steuert man analog dazu entweder die Defensive Line, die Linebacker oder eben die Secondary. Alternativ kann auch ein User „Any“ wählen, um alle nicht gesteuerten Spieler wählen zu können.

Wie im Vorjahr bietet EA auch dieses Mal die Online Franchise an, in der man mit bis zu 32 Mitspielern echte NFL-Saisons durchspielen kann. Zu den Features gehören auch Trades, Free Agency sowie die individuelle Terminfestsetzung zum Spielen der jeweiligen Partien. Zu Beginn gibt es einen Fantasy Draft, den man wahlweise an der Konsole oder eben am PC durchführen kann.

Neu ist die Möglichkeit des Online-Scoutings. Dem Spieler werden gegen eine bestimmte Gebühr echte Scouting-Reports angeboten, die genaueste Infos über das Spielverhalten der potentiellen Gegenspieler liefert.

Ebenfalls über das Online-Menü bekommt man die einmal wöchentlich aktualisierten Roster (Kader) für Online- aber auch für Offline-Spiele. Hier wiederum konnte man sich endlich dazu durchringen, diese komfortabler als früher verfügbar zu machen. Jetzt genügt ein Klick auf „Download Roster“, um die aktualisierten Teamkader zu erhalten. In früheren Jahren war dazu immer der Start eines Online-Spiels nötig.

Lizenzen

Wie üblich sind alle 32 NFL-Teams enthalten, genauso alle 31 Stadien (New Meadowlands wird von beiden New Yorker Teams benutzt). Zudem verfügen die Teams auch über diverse Trikots, also mögliche Throwback-Jerseys wie die AFL-Gründer-Uniformen oder die gängigen Alternativ-Outfits.

Die Spieler sind fast vollzählig vorhanden mit ein paar Ausnahmen, die sicherlich noch über Roster-Updates hinzufügt werden. Auch die meisten Head Coaches sind realistisch dargestellt mit Ausnahme von New Englands Bill Belichick, der scheinbar keinen Wert auf einen Auftritt im Spiel legt. Des Weiteren gibt es diverse Originallogos der Teams und von Super Bowl XLIV. Wie bereits angesprochen, wird der Breast Cancer Awareness Month, Oktober, mit pink gefärbtem Equipment unterstützt, das man so auch in der echten NFL sehen wird. Das Logo von Ausrüster Reebok ist im Übrigen auch Teil aller Teamuniformen.

Gameplay

Der wohl wichtigste Part eines jeden Spiels ist das Gameplay. Und dieses soll sich bei einer Sportsimulation natürlich so realistisch wie möglich anfühlen. Nun lässt sich dies nur schwer quantifizieren, doch man bekommt schon den Eindruck, dass die Bewegungen der Spieler runder wirken und weniger unnatürlich als früher.

Madden11_packshotZudem wurden Animationen verbessert. Beispielsweise sieht man jetzt schön, wie ein Receiver, der den Ball kurz vor der Auslinie fängt, alles versucht, beide Zehenspitzen ins Feld zu bekommen. Sehr schön ist auch, dass man das Laufspiel verbessert hat. In der diesjährigen Ausgabe erfüllen die Blocker tatsächlich ihren Zweck. Der Running Back ist also nicht mehr komplett auf sich allein gestellt, wenn er versucht, Löcher zum Laufen zu finden. Hier haben die Entwickler viel Arbeit hineingesteckt, die sich merklich gelohnt hat. Es bleibt aber anzumerken, dass man eben auch entsprechend starke Spieler braucht, damit das Laufspiel wirklich funktioniert…

Was das Passspiel angeht, sollte man in diesem Jahr mehr aufs Timing achten. Es kommt schon mal vor, dass ein Receiver sich nicht rechtzeitig umdreht, um den Ball zu fangen – er prallt dann einfach an ihm ab. Und auch neu scheint es zu sein, dass man Receiver richtig überwerfen kann – das hat es wohl früher in der Form noch nicht gegeben.

Positiv wirkt sich auch aus, dass der Computer-Quarterback nun auch mal Fehler macht. Dies war zuletzt öfter ein großes Problem, denn dieser war zu perfekt – selbst wenn einem „Leuchten“ wie Kyle Orton oder Jake Delhomme gegenüberstanden. Allerdings fällt es negativ auf, dass die Verteidiger viel zu häufig einfache Interceptions fallen lassen – von NFL-Spielern darf man eigentlich mehr erwarten!

Was die Steuerung angeht, werden für das Laufen mit dem Ball im Grunde nur noch die beiden Analog-Sticks benötigt. Mit links wird gelaufen und die Richtung gesteuert, mit rechts werden verschiedene Bewegungen kontrolliert: Es werden Skill-Moves ausgeführt wie der von Deion Sanders berühmt gemachte High Step, den man aber nur zum Vorführen des Gegners am Ende eines langen Laufs braucht. Außerdem kann man damit Verteidiger umrennen oder ihnen ausweichen. Defensiv wird der Stick für Power und Finesse Moves und für harte Hits benötigt.

Für Kicks wird der Analog-Stick nun gar nicht mehr genutzt. Hier setzt man jetzt auf ein Drei-Punkt-System mit Power-Meter. Der erste Druck der X-Taste setzt den Cursor in Bewegung, der zweite legt die Power fest und der dritte die Präzision. Letztlich ist dieses System einfacher als mit Stick, an den sich aber viele sicher gewöhnt hatten.

Einer Revolution gleich kommt hingegen diese Neuerung: Es gibt keinen Sprint-Button mehr! Die Geschwindigkeit, mit der ein Spieler läuft, wird nun einzig und allein von der Neigung des linken Analog-Sticks geregelt. Je weiter man ihn nun in eine bestimmte richtig hält, desto höher ist die Beschleunigung des Spielers – je nach Fähigkeit des Spielers versteht sich.

Besser gelöst werden die Audibles vor dem Snap. Diese sind nun über eine Bottom-Line angeordnet, die jeweils vier Calls parat hat und sich umblättern lässt. Eine interessante Ergänzung ist auch das EA Sports Strategy Pad, das man sich vor dem Snap oben links im Bild anzeigen lassen kann. Über dieses sind Anpassungen wie Positionierungen der Spieler, Coverages, Blitzes oder Hot Routes möglich. Außerdem spricht nun der Coach und erklärt, auf was man beim nächsten Spielzug achten sollte. Mit Headset ist diese Funktion standardmäßig aktiviert.

GameFlow

Ganz stolz ist man bei EA auf das neue Feature GameFlow, das die Spieldauer merklich verkürzen und Einsteigern das Spiel an sich erleichtern soll. Doch was macht GameFlow? Nun, es simuliert den Play-Caller des Teams. Es wählt den jeweils nächsten Spielzug aus und tut dies situationsbedingt auf Grundlage von ähnlichen Situationen der Teams in der letzten Saison. Über die Qualität der jeweiligen Spielzüge kann man natürlich geteilter Meinung sein, aber gerade für unerfahrene Spieler ist dies sicherlich eine Möglichkeit, leichter ins Spiel zu finden.

Aber auch fortgeschrittene User könnten Gefallen an diesem Feature finden, denn eine weitere neue Funktion – Game Planning – ermöglicht es, selbst einen Gameplan zu erstellen, der für alle möglichen Spielsituationen bestimmte Spielzüge beinhaltet. Diese sind nach Downs und Distanz geordnet, also etwa „3rd & long“ usw.

Generell ist man aber nicht gezwungen, bei aktiviertem GameFlow auch diesen Spielzug zu nutzen. Es ist genauso möglich, das komplette Playbook aufzurufen und jeden beliebigen Spielzug zu wählen. Außerdem steht die „Ask Madden“-Option weiter zur Verfügung.

Präsentation

In meinen Augen wurde die HD-Grafik weiter verbessert. Wettereffekte sehen realistischer aus. Jedoch gibt es weiterhin keine Wetterumschwünge oder Übergänge von Tageslicht auf Dunkelheit. Die Spieler werden immer realitätsnäher und die Head Coachs sehen fast fotorealistisch aus. Sehr gut gelungen sind im Übrigen die Spielfelder, wobei man optisch gut zwischen echtem Rasen und Field Turf unterscheiden kann. Eine Augenweide sind auch die Stadien an sich. Ich glaube, noch nie sahen sie bei Madden so realistisch aus. Die Anzeigetafeln zeigen das Spiel parallel zum Geschehen auf dem Platz und selbst die LED-Ringe, die in einigen Stadien an den Tribünenrängen befestigt sind, funktionieren.

Im Spiel setzt man weiterhin auf eine Bottom-Line als Scoreboard, auf der alle wichtigen Infos für ein Footballspiel enthalten sind. Dies gilt auch für die Anzeige der noch verfügbaren Auszeiten.

Für spezielle Anlässe gibt es auch spezielle Arten der Spielpräsentation. Für die AFL-Duelle hat der Spieler die Wahl zwischen „AFL Modern“ und „AFL Vintage“. Beim modernen AFL-Modus nutzt man einfach älter anmutende TV-Grafiken. Vintage dagegen lässt das Bild wie in den 60ern aussehen – mit vergilbten und blassen Farben, leichten Störungen und sehr rudimentären grafischen Einblendungen. Für Nostalgiker sicher nicht schlecht.

Dann gibt es die Holidays-Variante, die zu Thanksgiving, Weihnachten und Neujahr zum Einsatz kommt – also auch im Franchise Mode. Hier werden die Einblendungen festlich geschmückt und es gibt auch vereinzelt Fans, die sich als Weihnachtsmänner verkleiden. Und dann gibt es noch den Super Bowl XLV. Spielt man das Spiel der Spiele, deuten alle Einblendungen auf das große Ereignis hin. Cowboys Stadium ist entsprechend geschmückt und die Spieler tragen den Super-Bowl-Patch auf den Trikots. Sehr gelungen das Ganze!

Nicht fehlen dürfen in diesem Kapitel natürlich die Kommentatoren. Der neue Play-by-Play-Kommentator ist Gus Johnson, der in den USA für CBS arbeitet und bekannt ist für seine euphorischen und äußerst enthusiastischen Kommentare. Ihm zur Seite steht Cris Collinsworth von NBC. Er gilt als einer der besten Experten im amerikanischen Fernsehen und war schon im Vorjahr dabei. Doch auch wenn die Kommentare durchaus gut wirken, sind es eigentlich die gleichen wie im Vorjahr – wobei Johnson im Grunde nur den Text von Vorgänger Tom Hammond neu vertont hat. Seine euphorischen Momente stechen zwar heraus, sie sind aber nicht immer rechtzeitig zu hören. Überhaupt ist Timing hier ein Problem, da die Spielzüge meist schneller beendet sind als die Kommentatoren reagieren. Das ist aber ein generelles Problem von Videospielen.

Abzüge in der B-Note gibt es allerdings erneut für die Menüführung. Es ist eigentlich unbegreiflich, aber EA schafft es schon seit Jahren nicht, wirklich übersichtliche Menüs zu kreieren. Stattdessen versteckt sich alles – auch während des Spiel im Pausen-Menü – hinter irgendwelchen Oberkategorien. Ich finde dies seit Jahren unglücklich, doch scheinbar stört es niemanden bei EA.

Weitere Features

Madden Shop

Wie jedes EA-Spiel verfügt auch Madden NFL 11 über einen eigenen Online-Shop. In diesem lassen sich zunächst einmal sog. Coins kaufen, mit denen man wiederum spezielle Erweiterungen kaufen kann. Diese Coins lassen sich auch über Online-Spiele erspielen. Die Preisspanne geht im Übrigen von 0,99 € für 3.000 Coins bis zu 39,90 € für 200.000 Coins.

In erster Linie wird man mit diesen Online-Scouting-Reports erwerben oder sog. Boosts fürs Team Play. Darüber hinaus ist es möglich mit echtem Geld Accelerator für den Franchise sowie den Superstar Mode zu kaufen. Damit lässt sich die Karriere eines Spielers verlängern oder Attribute erhöhen usw. Alles also Dinge, die kein Mensch braucht. Der Preis für das Gesamtpaket beläuft sich auf 7,99 €.

Ultimate Team

Bekannt aus der FIFA-Reihe gibt es das Ultimate Team nun auch bei Madden. Beim Einstieg gibt es ein Paket an virtuellen Spieler-Sammelkarten. Diese Sammelkarten repräsentieren den jeweiligen Spieler, der dann in Online- oder Offline-Spielen in besagtem Ultimate Team gespielt werden kann. Je besser man spielt, desto mehr Coins bekommt man und mit diesen ist es wiederum möglich, weitere Sammelkarten zu kaufen, zu tauschen oder per Auktion zu erstehen. Die Erstanmeldung ist kostenlos.

Creation Zone

Hierbei handelt es sich um ein Feature, das vor Jahren mal bei FIFA auf dem PC seine Premiere feierte. Es wird dieses Jahr dort neu aufgelegt und noch größer aufgezogen als hier. Aber hier dürfte es viele auch interessieren. In der Creation Zone ist es möglich, Uniformen der Teams zu bearbeiten, selber Spieler zu erstellen oder sogar eigene Teams von Grund auf aufzubauen.

Dabei werden alle möglichen Aspekte abgedeckt. Beim Erstellen eines Spielers sind alle erdenklichen Attribute von Äußerlichkeiten über Accessoires bis hin zu Spielstärke einstellbar. Bei der Teamerstellung sind Teamlogos wählbar, Uniformen können selbst erstellt werden und selbst Stadien sind frei kreierbar. Der Einfachheit halber ist der Typ des Teams wählbar. Zur Wahl stehen etwa eine starke Verteidigung oder ein Team, das auf den Lauf setzt. Will man ganz locker an die Sache heran gehen, wählt man „All Madden“ und bekommt dementsprechend ein Powerhouse. Mit seinem erstellten Team ist es wiederum möglich, im Franchise Mode anzutreten in einer beliebig wählbaren Conference und Division.

My Videos

EA Sports wurde lange dafür kritisiert, die selbsterstellten Videos nicht angemessen verwerten zu können. Daher führten sie nun diese Funktion ein. Mit My Videos ist es nun ohne weiteres möglich, sich das erstellte Video vom tollen Touchdown oder der spielentscheidenden Interception ganz einfach über dieses Menü anzuschauen. Auch ist es hier nur einen Klick bis zum Hochladen in die EA Sports World im Internet. Dort ist das Video dann für die ganze Welt zu sehen.

Fazit

Am Ende ist es nun an der Zeit, ein Urteil zu fällen über Madden NFL 11. Wie bereits öfters erwähnt, wirkt das Spiel insgesamt realistischer, da die Bewegungen der Spieler nicht mehr so hölzern wirken wie früher. Und die Präsentation gerade während des Spiels weiß zu gefallen. Sehr gut gefallen haben mir auch die einzelnen Präsentationsvarianten, die wir jedes Jahr zu den bestimmten Zeiten auch im Fernsehen bewundern dürfen. Dies ist eine gute Idee und trägt natürlich zum Realismus bei. Die Grafik generell ist beeindruckend.

GameFlow ist interessant und ich nutze es auch gern zu Beginn eines Spiels, doch kommt es nicht selten vor, dass mir die Spielzüge mit fortlaufender Dauer gar nicht mehr zusagen, so dass ich dann doch wieder selbst ins Playbook schaue – für Anfänger ist es aber zu empfehlen, GameFlow zu nutzen. Ganz groß ist in diesem Zusammenhang aber das Game Planning, das für echte Freaks sicher ein großes Plus sein dürfte.

Gut ist auch, dass der Sprint-Button weg ist, denn ich glaube, dieser störte nur beim Laufen. Die Lösung mit dem linken Stick ist intuitiver und daher zu bevorzugen. Auch ist angenehm, dass man mit dem Ball im Arm eigentlich nur noch die Analog-Sticks braucht, um seinen Weg nach vorne anzutreten. Je weniger Knöpfe, desto einfacher die Steuerung.

Insgesamt macht Madden NFL 11 einen sehr guten Eindruck und ist gerade dank den Verbesserungen im Detail eine klare Steigerung zum Vorjahr. Jedoch fehlen immer noch der Tag-Nacht-Übergang und der Wetterumschwung. Zwei  Dinge, die durchaus den Spielspaß weiter erhöhen könnten, denn Spiele werden nun mal auch vom Wetter beeinflusst. Und für Leute wie mich, die auch gerne Realismus beim Teammanagement hätten, sollte man jetzt endlich mal hier am Detail arbeiten und Dinge wie Kaderbegrenzungen usw. angehen. Beim Konkurrenzprodukt MLB: The Show geht dies ja auch.

Wer allerdings Football mag und Videospiele spielt, wird auch in dieser Saison nicht an Madden NFL 11 vorbeikommen. Es ist erhältlich für alle gängigen Konsolen, wobei dieser Artikel die Version für die Playstation 3 von Sony zur Grundlage hat.

Gewinnspiel

In Zusammenarbeit mit Nur Original Productions (www.noproductions.de) - Europas größtem Sport-DVD-Shop - verlosen wir ein Exemplar des Spiels „Madden NFL 11" wahlweise für die Playstation 3 oder die Xbox 360. Um am Gewinnspiel teilzunehmen, sendet eine Mail mit Betreff "Madden" an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Einsendeschluss ist der 10. Oktober 2010 um 23:59 Uhr. Viel Erfolg!

Käuflich zu erwerben gibt es das Spiel hier.

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