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College Football Artikel

Recruiting: Eine Einführung

175782-ncaa_football_logo_smallHeute, 06.02.13, ist der National Signing Day. Die Großen Sender in den USA werden den ganzen Tag über dieses Ereignis berichten, wenn sich junge Menschen entscheiden für wen sie nächstes Jahr Football spielen. Wir geben hier eine kurze Einführung.

Im Film „The Blind Side“ der sich um den aktuellen Right Tackle der Baltimore Ravens, Michael Oher dreht, gibt es eine Serie von Szenen bei dem Ihm College Trainer ihre Aufwartung machen. Nick Saban, Les Miles und eine Menge weiterer Trainer die an seinen Diensten interessiert sind. So in etwa kann man sich das Verfahren tatsächlich vorstellen.

Spieler sichten und bewerten 

Jedes größere College hat einige Scouts die ständig High Schoool Mannschaften beobachten. Diese Scouts erstellen dann eine Prioritätenliste von Spielern die im kommenden Jahr an die Universität wechseln. Die Beobachter müssen dabei beachten welche Spieler die eigene Uni verlassen, weil diese ihr Senior Jahr abschließen werden. Doch nicht nur die Unis sichten die Spieler, auch die großen Sportnetzwerke. Insbesondere ESPN und Yahoo Sports, tun das Selbe und erstellen Ihre Rankings der besten Spieler. Dabei werden von den Unternehmen Sterne für jeden Prospect vergeben und darüber hinaus eine Punktzahl, die in der Regel zwischen fünf und sechs liegt. Spieler mit einer Einschätzung von 5 Sternen sind dabei enorm selten. Es gibt in der Regel in jeder Klasse 12-25 solcher Spieler. Viele von Ihnen schaffen es in die NFL, aber ähnlich des Drafts, scheitern einige völlig in sportlichen Belangen. Der größte Teil der begehrten Spieler erhalten 4 Sterne. Anno 2013 hat selbst der Spieler, der auf Platz 250 eingeschätzt wird noch vier Sterne. Darüber hinaus werden Rankings für Positionen und für den Bundesstaaten geführt. 

Der Prozess: Von der Highschool zum College

Es gibt während des Prozesses eine Menge Vorgaben von der NCAA. So ist zum Beispiel klar, wann ein Spieler Coaches empfangen darf, oder wann er der Uni einen Besuch abstatten kann. Es gibt auch eine Phase, vor allem im Prüfungszeitraum, in denen jegliche Kontaktaufnahme untersagt ist. So sollen die Schüler geschützt werden, die in dieser Zeit die sportlich vielleicht wichtigste Entscheidung ihres Lebens treffen werden. Dabei gilt auch, dass die Unis den Spielern nichts außer einer sportlichen Perspektive bieten können. Sicher spielen die Trainingsmöglichkeiten und auch das Renommee einer Mannschaft eine wichtige Rolle. Die vergebenen Sportstipendien dürfen dabei keine finanziellen Zuwendungen beinhalten. Spieler am College sind Amateure, obwohl ihre Unis mit Ihnen Jahr für Jahr eine Menge Geld verdienen. Neben den Besuchen der Coaches, Briefen und Telefonaten dürfen die Schüler auch den Campus der Unis Besuchen und sich Stadion und Trainingsgelände zeigen lassen. Oft übernehmen die Trainer den Rundgang hin und wieder garniert mit einem ehemaligen Top Spieler der jeweiligen Uni.

Der Prozess des Recruitings zieht sich bis nach dem Superbowl hin zum National Signing Day. Dieser Tag stellt so etwas wie der Draft für College Football Fans dar. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Spieler die Uni wählen. Besonders die am meisten beobachteten Spieler nutzen den Tag um eine Pressekonferenz zu geben. Dort liegen dann im Regelfall Baseball-Kappen von den Unis, die den Spieler wollten. Meist werden es drei bis vier Colleges sein, denen der Spieler Priorität einräumt. Am Ende nimmt der Spieler die Kappe des Colleges für das er in Zukunft spielen will und setzt diese feierlich auf. Dabei sind die Schüler keineswegs gezwungen sich erst am National Signing Day für die Uni ihrer Wahl zu entscheiden. Sehr vielen reichen weit vorher die Papiere ein. Doch selbst nach diesem Tag kann es noch sein, dass es den ein oder anderen gibt, der sich noch nicht entschieden hat, doch das ist die absolute Ausnahme.

Wichtige Inhalte im Prozess des Recruitings

Für die Colleges gilt die Regel (in der Division 1), dass sie maximal 85 Stipendien vergeben dürfen und jedes akademische Jahr maximal 25 neue. Das hat mit unter schon zu Problemen und Strafen geführt, weil eine Universität am Ende mit mehr Spielern dar standen als sie durften. Insbesondere Teams aus der SEC hatten damit in der Vergangenheit Probleme und musste teilweise Spieler überzeugen als so genannte Walk ons sich dem Team anzuschließen, ohne ein Stipendium.

Festzustellen ist in jedem Fall, trotz Regelgleichheit, die größten Colleges rekrutieren die vermeintlich besten Spieler. Dabei sind die Unis vor allem darauf aus, Spieler aus Ihrem eigenen Bundesstaat zu holen. Viele bleiben nahe der Heimat. Das gilt insbesondere in Staaten die viele hoch gehandelte Spieler hervorbringen. Texas, Kalifornien, Oklahoma und Louisiana sind dort zu nennen. Ein Spieler aus Wyoming oder North Dakota wird sich eher entscheiden weiter weg zu spielen, weil es in seinem Umfeld keine größeren Colleges gibt. Der National Signing Day ist der Tag der Entscheidung. Am Ende werden die Medien über Gewinner und Verlierer berichten. Über Spieler die ihre Zusage im letzten Moment geändert haben. Eines scheint dabei schon vor Beginn sicher, die größte Programme werden auch heuer die besten Spieler anlocken.

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